Post by René Fehrmann
Dozent | Branding & Corporate Designer | (SocEnt)Mentor | Freelance Designer & Curator | Content Creator | Change Agent | Autor | Hackathon/Workshop Facilitator
#LOGBUCH | FEHRMANN | 087 ⛴️ Als #Fehrmann höre ich viele Geschichten, denke, dass es Überlegungen über sie anzustellen gilt, die wiederum mit ihnen verwoben in die Welt dürfen. #HINFAHRT Wiederholt ein wunderbarer Post von Kürşat Serttürk, der da neben dem benannten Gemälde titelt: "Die Orgel des Schweigens – von Hoesslins klösterliche Einkehr“. – Ich bin so erreicht von diesem Licht, diesem Klang, im Bildnis und in den stillen Zeilen, dass ich mich in der Fülle der Gedanken nicht einen kann, und folgend ein Triptychon anfügte: 01 Dringt das Licht durch das Fenster und erfüllt den Raum, oder bringt die Musik ein Licht hervor, welches in die Welt will?! 02 Ist Stille vielleicht Summe aller Laute und somit etwaig verwandt mit Malewitschs ‚Чёрный квадрат‘ (Das Schwarze Quadrat)? 03 “Komm, o Tod, du Schlafes Bruder" – Zitat aus dem Roman 'Schlafes Bruder' von Robert Schneider, 1992 #RÜCKFAHRT Manchmal fühlt sich alles wie Honig an. Nicht klebrig zuckersüß, als denn stetig und doch fluide, opak bis hochtransparent, tief fruchtig bis angenehm herb. Manchmal gibt sich das Leben über Gespräche die Hand und ich bin nah im Wünschen, die Zeiten zwischen ihnen kurz zu halten. Dann schreibe ich darüber, um zu verarbeiten, zu verstehen. Umstand zu verstetigen. Beim Gespräch ist es nicht anders als bei den Zeilen, kurz davor frage ich mich ernsthaft, ob ich es nicht lassen sollte, da ich den Anfang nicht greifen kann. Dann jedoch sitze ich im Gegenüber und höre mich selbst phrasierend tönen ‚Jetzt haben wir noch nicht einmal richtig Hallo gesagt und sind schon wieder mitten drin‘. Beim Schreiben laufen die Zeichen aufs Papier, ein Versuch sie mit den Fingern anzukleben. Mit dem Herzen schreiben, dem einfach folgen was da raus will. Das hörte ich in einem geliebten Film, einer vom Schreiben. Nicht denken, schreiben. Nicht lesen, schreiben. Nicht etwaig doch Gelesenes zerdenken, schreiben. Ich wusste nicht, dass es so sein kann. In meiner Vorstellung ging es lediglich beim Malen, Hand und Pinsel werden nicht zwingend vom Arme und Körper und erst recht nicht vom Kopf gesteuert. In der musikalischen Improvisation fügen sich die Noten in einem bauchigen Reigen, den der Kopf noch nicht kennt. Ich hörte früh von der Idee hinter dem Wort Ein-Fall, dass da von oben etwas herein fällt in den Geist, welches durch konkrete Überlegung nicht herzustellen ist. Mindestens die Summe, Ein-Gebung mit dem eigenen Geist, führt zur Idee. Ich mag letztere als übergeordnete, von einem persönlichen losgelöste. Da ich leider nicht musiziere, nicht klassisch mit Instrument, und auch äußerst selten den Pinsel schwinge, nicht klassisch auf Leinwand, hatte ich für mich bisher diese Idee nicht greifen können. Verstanden schon, aber nicht be-greifen. Manchmal habe ich allerdings beim Schreiben das süßliche Gefühl, dass ich einen Hafen für diese Suche finden kann. Einen, wo Hebe den Nektar anlanden lässt. #ANGEKOMMEN Für Heute.
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