Post by REMONDIS Recycling
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Die EU-Kommission hat am 4. März 2026 den Entwurf des Industrial Accelerator Act vorgelegt. Er zielt darauf ab, über öffentliche Beschaffung und Förderinstrumente die Nachfrage nach europäisch hergestellten, emissionsarmen Produkten zu stärken: Stahl, Zement, Aluminium, Pkw, Netto-Null-Technologien. Der Verordnungsvorschlag soll öffentliche Auftraggeber verpflichten, bei Ausschreibungen in strategischen Sektoren verbindliche ‚Made in EU'-Quoten einzuhalten. Großinvestitionen aus Drittstaaten ab 100 Mio. Euro unterliegen dann künftig strengeren Auflagen, wenn ein einzelnes Drittland mehr als 40 % der globalen Produktionskapazität kontrolliert. Ziel ist, die europäische Fertigungsbasis in emissionsarmen Schlüsselbranchen wie Stahl, Batterien und E-Mobilität zu stärken. Das klingt zunächst nach Industriepolitik - und das ist es auch. Aber für die Kreislaufwirtschaft steckt mehr drin. Parallel plant die Kommission nämlich neue End-of-Waste-Kriterien für #Kunststoffe, Textilien und Bauabfälle. Wer emissionsarme, resiliente Industrie will, braucht verlässliche Recyclingrohstoffe. Und verlässliche Recyclingrohstoffe entstehen nur, wenn Recyclat auch rechtlich als Rohstoff gilt, nicht als Abfall. Genau hier liegt das entscheidende Bindeglied: die sogenannten "End-of-Waste-Kriterien" sind kein bürokratisches Detail. Sie sind die Grundlage dafür, dass Recyclingmaterial überhaupt in industrielle Lieferketten eingespeist werden kann. Der regulatorische Status des Materials muss stimmen. Der #IndustrialAcceleratorAct ist eine Chance für das eher rohstoffarme Europa. Aber nur, wenn die #Kreislaufwirtschaft als integraler Teil der Industriestrategie verstanden wird, nicht als Anhang. Ob das gelingt, hängt auch von der Ausgestaltung der End-of-Waste-Kriterien ab. Die Details entscheiden. Welche End-of-Waste-Kriterien wären aus Ihrer Sicht für welche Materialien am dringlichsten? Braucht es einheitliche EU-Standards oder materialspezifische Regelungen?