Post by Reda El Arbi

Das Erfinden neuer Welten ist eine Form von Trost und Hoffnung, die Autor*innen der Gemeinschaft geben können.

Ein MÄNNERproblem. Der SVP-Agitator Thomas Matter benutzt seine Töchter, um gegen Ausländer zu hetzen. Er meint, man solle einmal mit jungen Frauen über die sexuellen Übergriffe, die sie erleben, sprechen. Das habe ich getan, immer wieder. Und es ist erschreckend. Jede mir bekannte Frau hat in ihrem Leben Erfahrungen mit sexuell übergiffigem Verhalten oder sexueller Gewalt gemacht. Der Haken daran: In den meisten Fällen war das nicht im Ausgang oder abends auf der Strasse, sondern in der Beziehung, im beruflichen Umfeld, im Sport, in der Familie. Der Partner, der widerliche Onkel, der Trainer, der Kollege, der Chef. Das waren keine Ausländer. Das waren Familienmitglieder, Stammtischfreunde in der Dorfbeiz, die Väter der Schulkolleginnen, der verheiratete Nachbar. Ja, auch im Ausgang kommt es zu übergriffigem Verhalten. Und manchmal sind es Ausländer. Nur sieht man keine Nationalität. Man sieht keinen Pass. Das einzige, was man sicher erkennt, ohne den geringsten Zweifel, egal welcher Herkunft und welchen Alters: es sind Männer. Und es sind nicht nur einfach Männer, es sind meist Männer mit dem frauenverachtenden Weltbild, das die Konservativen jungen Buben schon in der Kindheit als „traditionell“ eintrichtern. Frauen haben zu gehorchen, der Mann ist der Herrscher der Familie. Frauen sollten sich nicht so kleiden, etc. Ihr wisst schon, die Werte, die Islamisten und Rechtsnationale aus tiefstem Herzen teilen. Matter will etwas für junge Frauen tun? Dann soll er am Frauenstreik mitmarschieren, seine Kollegen konfrontieren, wenn sie wieder mal sexistische Witze reissen. Und vorallem sollte er nicht seine Töchter und deren Erfahrungen für seine reaktionäre und frauenfeindliche Partei missbrauchen.

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