Post by Raphael Karrasch

Managing Director bei JOBLINGE gAG Ruhr

🫣 „Warum tust Du Dir das an?“ wurde ich gefragt, als wir mit unserem Projekt Jump’n Run auch Jugendliche ohne Schulabschluss in den Fokus genommen haben. Ganz einfach, weil die Zielgruppe trotz allem ein großes Potential birgt und vor allem, weil sie zuletzt rasant gewachsen ist! Das sagt die Bertelsmann Stiftung: In #Deutschland hat sich die Zahl der Jugendlichen, die die Schule ohne einen Schulabschluss verlassen, in den vergangenen Jahren insgesamt ungünstig entwickelt. Ein Überblick: ➡️ 2021/2022: 47.500 (6,2%) ➡️ 2023: 56.000 (7,2%) ➡️ 2024: 62.000 (7,8%) Die Entwicklung zeigt: ➡️ Bis etwa 2021 blieb die Quote über viele Jahre relativ stabil bei rund 6 %. ➡️ Seit 2022 ist sie deutlich gestiegen. ➡️ Im Schuljahr 2023/24 erreichte die Zahl mit rund 62.000 Jugendlichen den höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Gründe für den Anstieg sind unter anderem: ➡️ Lernrückstände infolge der Corona-Pandemie, ➡️ Lehrkräftemangel und Unterrichtsausfall, ➡️ soziale Benachteiligung, ➡️ sprachliche Herausforderungen bei neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern. Besonders betroffen sind Jungen sowie Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. Hört sich für mich doch echt stark nach unserer klassischen Zielgruppe an. Wir arbeiten seit ca. einem Jahr im #Ruhrgebiet nun auch mit dieser Zielgruppe. Im Rahmen unseres Modellprojektes Jump’n Run, das von der Stiftung Mercator GmbH gefördert wird, haben wir es uns zum Ziel gesetzt, junge Menschen ohne Schulabschluss direkt in eine #Ausbildung zu vermitteln. Denn was viele nicht wissen: Es braucht nicht zwingend einen Schulabschluss, um eine duale Ausbildung aufzunehmen. Und was soll ich sagen, die ersten acht sind untergebracht! Wir nehmen uns auch der dicken Bretter an und mal ganz ehrlich: Wenn nicht JOBLINGE, wer dann? Nicht weil es einfach ist und auch nicht, weil es ein Business Case ist. Wir machen das, weil #Chancengerechtigkeit nicht am Zeugnis scheitern darf und wir in jedem jungen Menschen Potential sehen. Potential, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten und Teil der #Fachkräftesicherung zu sein. ⚒️ Ein dickes Brett, zugegeben, aber tun wir das nicht, sind die Folgekosten für die Gesellschaft bei weitem höher. Wir werden weiter berichten. Unter anderem auch, wie wir das Modell verstetigen wollen. Martin Nyoni Laura Scharm Christiane von Websky Helen Renk Clemens Wieland

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