Post by Qchefs
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Wenn Mikrobiologen in die Maulhöhle schauen- zeigt das Elektronenmikroskop das Portal zwischen Umwelt und Körper als Eintrittstor für Mikroben. Ihr Ziel: Die Lücke im Abwehrsystem finden- um die Zahnsteinbildung zu starten. Dabei zerstören Bakterien das Protein im Speichel- das Calcium darin flüssig hält. Es fällt aus und versteinert am Zahn. So ist das Vermehren leichter. Doch die Türsteher- antimikrobiellen Peptide im Speichel- sind sehr aktiv. Sie haften an den Zellwänden der Bakterien und die bauen sich nicht mehr auf. Ständig werden eigene Peptide gebildet. Ist das ausreichend- ist ungestörtes Vermehren nicht möglich. Unterm Elektronenmikroskop sind die antibakteriellen Peptide als schwarze Punkte an stabförmigen Bakterien zu sehen Auch ungleiches Agieren der Peptide und geringer Speichelfluss- der den Abtransport von Erregern verhindert- verändern das Krankheitsbild und erklären die Unterschiede bei Anfälligkeiten. Nächste Abwehrlinie: Mundschleimhaut. Epithelzellen sind mehrschichtig und als durchlässige Mauer angeordnet. Das macht Invasion und auch die Interaktion zwischen Abwehr und Mikroben möglich. Schleimhaut trifft Zahn! - der vulnerable Teil der Maulhöhle. Doch schnell sind Verletzungen des Saumepithels durch Kaubelastungen- repariert. So ist das Einbringen von Mikroben in tiefere Gewebeschichten verhindert und die Maulflora bleibt im Gleichgewicht. Auch Phasen von reduzierter Homöostase- die oft als Gingivitis zu sehen sind- sind reversibel. Doch verliert das Immunsystem an Stärke und die bakterielle Attacke wird aggressiv- entsteht Parodontitis. Sehr schnell ist sie irreversible und wird nicht stabilisiert- schreitet sie bis zu Zahnverlust fort. Wo und wie die Abwehr stärken? Schon lange offensichtlich: Um gegen Parodontitis zu arbeiten- braucht‘s neue Ansätze! Und einer davon hat sich auch schon bewährt: Um die Maulflora in Balance zu halten- verstärkt man die erste Abwehrlinie mit antimikrobiellen Peptiden. Endlich natürliche Bakterienkontrolle! - ohne Nebenwirkung ist es dauerhaft möglich- etwas gegen die Ursache fast aller Zahnprobleme zu tun. Was ist die Lösung? Antibakterielle Peptide sind sehr fragil und fürs Verarbeiten ist extra schonendes Fertigen nötig. Der Vorteil- auch alle Vitamine und Mineralien bleiben drin und stärken Darm und Immun. Und da Zahnpflege auch den Vorlieben der Hunde und Katzen entsprechen muss- gibt’s Knusperleckerli oder Knabberstangen- doch alle starten mit Zahnputzflocken zum Aufschlecken auf Leckerei- wie Biokokos oder Joghurt- sie verteilen sich gut im Mund und wirken intensiv. Hashtag #Tierärztekongress #OralesMikrobiom #ParodontitisPrävention #VeterinaryScience #BiofilmKontrolle #Kleintierpraxis #EvidenzbasierteTiermedizin