Post by Prof. Dr. med. Sibylle C. Roll
Ärztliche Direktorin, varisano Klinikum Frankfurt Höchst; Chefärztin, Klinik für psychische Gesundheit, varisano Klinikum Frankfurt Höchst; Apl. Professorin für klinische Pharmazie, Philipps-Universität Marburg
Frankfurter Psychiatriewoche 2025 Es war Ehre und Freude zugleich, im vierten Jahr in Folge die Frankfurter Psychiatriewoche am varisano Klinikum Frankfurt Höchst eröffnen zu dürfen. Am 03.09.2025 um 14 Uhr begrüßte unser kaufmännischer Direktor Godfried J. S. Hangx die zahlreichen Gäste im neuen Veranstaltungsraum des Neubaus auf dem Campus des varisano Klinikums Höchst mit einer berührenden Ansprache, die den Umgang auf Augenhöhe und die Vielfalt fokussierte. Offiziell eröffnet wurde die 37. Frankfurter Psychiatriewoche von Dr. Christiane Schlang, Psychiatriekoordinatorin und Leiterin des Bereiches psychische Gesundheit am Stadtgesundheitsamt Frankfurt. Sie betonte die Wichtigkeit der Entstigmatisierung psychisch erkrankter Menschen und die Optimierung der Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten unter Einbeziehung präventiver Maßnahmen anstatt stigmatisierender Registrierungsverfahren. Das zentrale Thema der Veranstaltung - “Genesungsbegleitung und Peer-to-Peer-Beratung” wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem sehr interessierten und aktiven Publikum erörtert. Auf dem Podium saßen die Leiterin der Frankfurter Ex-In Akademie, Michelle Hübenthal, der bei uns in unbefristetem Arbeitsverhältnis angestellte Peer-to-Peer-Berater, Alexander Kummer, der ebenfalls unserem Team der Klinik für psychische Gesundheit zugehörige Genesungsbegleiter Lear Collin Barta und die sich aktuell bei uns in stationärer Behandlung befindenden Betroffenen David Stößer und René van Zanten. Zunächst erläuterte Michelle Hübenthal die Unterschiede zwischen Genesungsbegleitung und Peer-to-Peer-Beratung. Sie stellte die Wege und Möglichkeiten zur Ausbildung aber auch die Hürden dar. Alexander Kummer und Lear Collin Barta zeigten ihren erfüllenden Arbeitstag auf und schilderten den Weg von der Erkrankung bis zur unbefristeten Anstellung in einer Klinik. In beeindruckender Weise haben David Stößer und René van Zanten von ihren positiven Erfahrungen mit den Angeboten von Lear Collin Barta und Alexander Kummer berichtet. David Stößer wurde dadurch selbst motiviert, eine Ex-In-Ausbildung anzustreben. An Infoständen der Anonymen Alkoholiker, der Selbsthilfeberatungsstelle, des Landesverbands Psychiatrieerfahrener, des Landesverbands der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, der Ex-In Akademie und des Frankfurter Krisendienstes konnten weitere Informationen ausgetauscht werden und viele interessante Gespräche geführt werden. Was mich persönlich besonders freut: Die Entstigmatisierung im Raum war deutlich spür- und erlebbar. Die Beteiligten wurden wahr und ernst genommen, sie erhielten standing ovations für ihre großartige Arbeit und den Mut, sich mit ihrer Erkrankung zu zeigen. Herzlichen Dank an alle Beteiligten und Unterstützer:innen. #FrankfurterPsychiatriewoche2025 #Entstigmatisierung #varisano #Vielfalt