Post by Prof. Dr. Hubert Speth

ReThinking Woods - Holz und Wald neu denken!

Mosbacher Holz- und Agrarstudenten „haben fertig“! Wahrscheinlich erinnern sich vor allem wir Älteren an die legendäre Pressekonferenz von Giovanni Trapattoni, die er mit den Worten „Ich habe fertig“ beendete. Die meisten der Studierenden waren damals noch gar nicht geboren. Seit dieser Zeit ist „Ich habe fertig“ zu einem geflügelten Satz geworden, der bei passenden Gelegenheiten immer wieder zur Anwendung kommt. Dabei hat Trapattoni in der Sprache des Europameisters (sorry Dr Rob Gowers) alles richtig gemacht. Im Gegensatz zur deutschen Sprache, werden die Begriffspaare „Ich bin“ (io sono) und „ich habe“ (io ho) anders verwendet, als wir dies gewöhnt sind. Wie dem auch sei, unser Holz- und Agrarkurs HD 18C hatte in der vergangenen Woche die mündlichen Abschlussprüfungen erfolgreich gemeistert. Auch heuer musste coronabedingt die Prüfungen online durchgeführt werden, aber erfreulicherweise ist der Notenschnitt nicht schlechter ausgefallen, obwohl die Prüfer*innen nach eigenen Aussagen keinen Coronabonus gegeben haben. Etwa die Hälfte des Kurses hat es sich dann nicht nehmen lassen, persönlich nach Mosbach zu kommen, um gemeinsam im "Ludwig" ihren letzten Prüfungstag zu feiern. Auch meine Kollegin Manuela Kapler und meine Wenigkeit waren dazu eingeladen. Das Anstimmen des „Holzhändlerlieds“ gegen 20 Uhr war für uns jedoch das Signal, dass die Party nun richtig ins Laufen kommen wird und wir uns daher besser verabschieden sollten. In den nächsten Tagen wurde uns zugetragen, dass die Feier noch „etwas“ länger gedauert und man die Festivitäten zu späterer Stunde, ins „Aktiv“ verlegt hat. Man hat ebenfalls gehört, dass der eine oder andere Student derart „müde“ gewesen war, dass er den Weg dorthin nicht auf eigenen Beinen geschafft haben soll. Es war ja auch für alle ein sehr anstrengender Tag gewesen. Beim Blick in die Tageszeitung der darauffolgenden Tage, war ich jedoch erleichtert, dass meine Studis auf dem Nachhauseweg nicht noch ihren „Kumpels“ in Uniform einen Besuch abgestattet haben. Vor kurzem war nämlich ein Artikel über Holzstudenten in der Lokalausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung zu lesen. Allerdings wurde mir „glaubhaft“ versichert, dass es sich dabei um Studierende der Holztechnik gehandelt haben soll, denn Holzwirtschaftsstudenten würden sich ja immer gesittet verhalten. Und so verabschiedet sich ein weiterer Jahrgang aus Mosbach und ähnlich wie es Timo Lemcke vor einigen Jahren in einem Artikel im Holz-Zentralblatt geäußert hat, entlassen auch wir „unsere“ Studis mit einem lachenden und einem weinenden Auge ins Leben. Ein ehemaliger Student Frank Haubold hat mir vor kurzem geschrieben, dass er vor etwa 20 Jahren an der damaligen BA, Holzhandel studiert hat und dass er Mosbach noch immer in sehr guter Erinnerung hat und es für ihn eine tolle Zeit war. Genau solche Erinnerungen wünsche ich auch "meinen" Studis, dass sie in 20 Jahren noch immer ähnliches von ihrer Zeit hier in Mosbach berichten können. #ReThinkingWoods

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