Post by Predrag Pejić

Orthopädie-Traumatologie Wiesloch | Fokus auf regenerative Medizin

Gestern: Patientensprechstunde von 8-18 Uhr, nach der Pause eine SVF-Behandlung, zwei Erstgespräche. Danach: CrossFit. Nicht weil ich muss, sondern weil ich nach zwölf Stunden in der Praxis genau weiß, was mir fehlt und was mein Körper braucht, um am nächsten Tag wieder voll da zu sein. Das ist keine Motivation, die ich jeden Tag neu aufbauen muss. Es ist ein Verständnis, das sich über Jahre aufgebaut hat. Ich behandle täglich Menschen, deren Gelenke, deren Energie, deren Beweglichkeit nachgelassen hat. Nicht weil sie faul waren, sondern viel mehr weil sie irgendwann aufgehört haben, ihren Körper als das zu behandeln, was er ist: ein System, das Investition braucht, um zurückzugeben. Ich habe entschieden, das bei mir selbst nicht passieren zu lassen. Nach einem langen Tag fühlt sich das Training in den ersten zehn Minuten nicht gut an. Der Körper ist schwer, der Kopf ist leer. Und dann, irgendwann in der Mitte, kippt es. Die Erschöpfung von der Praxis die mentale Last, die Konzentration, die Entscheidungen – sie löst sich. Was bleibt, ist Körper. Bewegung. Das Hier. Das ist keine Spiritualität. Das ist Physiologie. Bewegung reguliert das Nervensystem, senkt Kortisolspiegel, setzt Prozesse in Gang, die kein Schlaf alleine ersetzen kann. Was mich wirklich antreibt? Nicht der Ehrgeiz, sondern das Wissen, was passiert, wenn ich aufhöre. Ich habe es bei zu vielen Patienten gesehen. Mit 45 aufgehört zu trainieren. Mit 52 das erste Mal im MRT. Mit 58 im Gespräch über Prothesen. Diese Kurve kenne ich. Und ich habe keine Lust, auf ihr zu landen. Was gibt dir nach einem langen Tag noch Energie?

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