Post by Peter Haas
Hauptgeschäftsführer bei HANDWERK BW | Teamchef beim Sprachrohr der Wirtschaftsmacht von nebenan | Stimme für 140.000 Betriebe | Verbände-Fan | Exil-Rheinländer im Südwesten mit Affinität zum Hanseatischen
Das Tor zur Welt bleibt also zu ... ... für alle, die dort eines der größten Feste, die es auf dem Erdball gibt, feiern wollten. Ich konnte es gestern Abend kaum glauben, dass mein geliebtes Hamburg sich durch das Votum einer "leichten Mehrheit in der Minderheit" (54,9 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 49,5%) erneut gegen eine Bewerbung für Olympische Spiele entschieden hat. Die selbsternannte "schönste Stadt der Welt" zeigt sich damit bedauerlicherweise nicht so weltoffen wie erhofft, sondern irgendwie mürrisch-egal-selbstzufrieden. Als ich vor 22 Jahren nach Hamburg zog, hatte Ole von Beust gerade die Bürgerschaftswahl mit absoluter Mehrheit für die CDU gewonnen und gab die Strategie von der Metropole Hamburg als "Wachsender Stadt" aus. Es folgten unvergessliche, optimistische Jahre des zuversichtlichen, selbstbewussten Aufbruchs, der die Stadt in eine völlig neue Dynamik mit internationaler Anziehungskraft versetzte. Wie damals gilt auch heute: Es braucht eben Zukunftszugewandtheit und Ambition! Denn diese Haltungen können ein Stück self-fulfilling prophecies werden. Mit "Mimimi" werden wir den bequemen Status-quo, den die Olympia-Kritiker für sich sichern wollen, bestimmt nicht erhalten. Ich bedaure es vor allem für jene in Hamburg, die viel Vorfreude in die Kampagne pro Olympia gesteckt haben - und dazu zählt auch das Handwerk dort (Handwerkskammer Hamburg mit Präsident Hjalmar Stemmann und HGF Christoph Herting). Ihr hättet es so verdient, diesen Rückenwind für die nächsten Jahre zu bekommen. Für die Betriebe, die Beschäftigten, das Gefühl in der Stadt. Das Hamburg-Votum war symptomatisch für Deutschland 2026. Hoffen wir darauf, dass sich bald was dreht. Und setzen wir auf die Energien, die der Pott, München oder Berlin freisetzen könnten...