Post by Patric P. Kutscher

Ich trainiere Führungskräfte, bis ihre Wirkung ihrer Kompetenz entspricht • Rhetorik • Kommunikation • Stimmtraining • 7x ausgezeichnet • ZDF • Gabal • Springer

Wenn ich einen Tag nicht übe, merke ich es. Wenn ich zwei Tage nicht übe, merken es die Kritiker. Wenn ich drei Tage nicht übe, merkt es das Publikum. In diesen Worten von Arthur Rubinstein steckt mehr als Disziplin. Es steckt die stille Wahrheit, dass Können nicht konserviert werden kann. Präsenz, Sprache, Wirkung und Tiefe sind keine Besitztümer. Sie sind Beziehungen. Und Beziehungen wollen gepflegt werden. Wie ein Instrument. Oder vielleicht wie ein Mensch selbst. Interessant ist, dass Rubinstein zugleich sagte: Die Noten, die ich spiele, sind nicht besser als die vieler anderer Pianisten. Aber die Pausen zwischen den Noten - da wohnt die Kunst. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Erkenntnis. Die Qualität eines Menschen zeigt sich nicht nur in dem, was er tut, sondern auch in den Zwischenräumen. In seiner Aufmerksamkeit. In seinem Zuhören. In seiner Fähigkeit, den richtigen Moment zu erkennen. Doch gerade diese feinen Zwischentöne entstehen nicht von selbst. Sie sind das Ergebnis beständiger Arbeit an sich selbst. Wer aufhört zu üben, verliert nicht zuerst die Noten. Er verliert die Pausen. Und manchmal wohnt genau dort die Kunst.

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