Post by Papierfabrik Niederauer Mühle GmbH

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Wie gewinnen wir aus der Milchtüte nutzbare Fasern? 🤔   Im ersten Teil unserer Serie „4 Schritte von der Milchtüte zu neuem Papier.“ ging es um die Sammlung und Anlieferung von Getränkekartons. Heute widmen wir uns der Frage, wie wir dann den Getränkekarton für uns als Rohstoff nutzbar machen.   👉 Die Aufbereitung   Ein Getränkekarton ist etwas anderes als normales Altpapier. Er besteht aus Papierfasern, Kunststoffbeschichtungen und Aluminium. Diese Bestandteile müssen sauber getrennt werden, ohne die Papierfasern zu beschädigen. Nur dann können die Fasern wieder für unser hochwertiges Rohpapier für Wellpappkartons genutzt werden.   Dazu wird das Material zunächst zerkleinert und mit Wasser in eine große Auflösetrommel gegeben. Anschließend geht es in eine Sortiertrommel. Ganz wichtig: Dabei werden keine Chemikalien eingesetzt. Entscheidend sind hier Wasser, Zeit, Know-how und die passende Anlagentechnik.   Dabei entsteht ein „Faserbrei“, der gereinigt, sortiert, eingedickt und ohne Verwendung zusätzlicher Farbe in Richtung Papiermaschine geführt wird. Aus den zurückgewonnenen Fasern entsteht dann die braune Rückseite unseres weiß gedeckten Testliners.   Die übrigen Bestandteile des Getränkekartons – vor allem Polyethylen, Aluminium und Verschlüsse – werden als Rejekt ebenfalls ausgetragen. Sie sind natürlich nicht Teil des Faserstoffs, sondern werden separat stofflich weiterverarbeitet, unter anderem durch unseren Partner Palurec.   Nur durch die saubere Trennung des Verbundmaterials werden die Fasern aus Milch- und Safttüten industriell nutzbar. So verarbeiten wir gebrauchte Getränkekartons zu einem Rohstoff für neue Verpackungen (z.B. „Trays“ für Getränkekartons) 💡   Im dritten Teil wird es um unsere Papiermaschine PM3 gehen und wie aus den Fasern wieder unser leistungsfähiger weiß gedeckter Testliner entsteht.   #PNM #Recycling

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