Post by Oliver Huq

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In letzter Zeit hatte ich wiederholt Gespräche mit einem ähnlichen Kern: „Unsere Auftragslage ist gut. Wir arbeiten effizient. Und trotzdem wird die Marge immer kleiner.“ Wenn wir dann tiefer einsteigen, geht es selten um Vertrieb oder Produktion. Es geht um Energiepreise, Rohstoffkosten und die Frage, wer dieses Risiko vertraglich eigentlich trägt. Laut aktuellem "DIHK-Stimmungsindex" nennen 70 % der Unternehmen steigende Energie- und Rohstoffpreise als ihr größtes Geschäftsrisiko. Meine Erfahrung zeigt: Das Problem liegt oft nicht im Markt sondern bereits im Vertrag. Was Unternehmen jetzt vertraglich tun sollten – kurz zusammengefasst: ✅ Preisanpassungsklauseln nutzen Preise an anerkannte Indizes koppeln, um Kostensteigerungen rechtssicher weiterzugeben. ✅ Hardship-Klauseln vereinbaren Klar regeln, wann außergewöhnliche Preisentwicklungen eine Neuverhandlung auslösen. Auf § 313 BGB allein sollte man sich nicht verlassen. ✅ Force-Majeure-Klauseln konkretisieren Energiekrisen, Lieferengpässe oder staatliche Eingriffe sollten ausdrücklich erfasst werden. 🌍 Im internationalen Geschäft zusätzlich wichtig: • CISG und seine Grenzen kennen • UNIDROIT- oder ICC-Hardship-Klauseln nutzen • Incoterms® 2020 bewusst wählen 🇪🇺 Nicht vergessen: LkSG und die kommende CSDDD machen Audit- und Compliance-Klauseln in Lieferverträgen zunehmend unverzichtbar. Mein Fazit: Steigende Energie- und Rohstoffpreise sind kein Schicksal, sondern ein steuerbares Vertragsrisiko. Wer seine Verträge jetzt überprüft, schützt Marge, Lieferkette und Geschäftsbeziehungen. Haben Sie Ihre Verträge bereits auf Energiepreisvolatilität geprüft? Sprechen Sie mich gerne an 🤗 #defencelaw #Verteidigungsrecht #Energierecht #Lieferkette #HardshipClause #ForceMajeure

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