Post by Nils Wigger
PR for Tech Leaders | Connecting you with decision-makers and making you a relevant partner for high-level dialogue | Host @ Business Punk “How to Change” | Author @ PR Journal
Zechen dicht, Hochöfen kalt. Und dann? Seit vierzig Jahren sprechen wir über den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Eine Region, die man vermeintlich am Tropf der Fördertöpfe hält und ansonsten freundlich bemitleidet: "Der kranke Mann an der Ruhr". Deutschland behandelt den Pott wie einen Dauerpatienten — und irgendwann hat der Pott das fast selbst geglaubt. Philipp Herrmann geht mit BRYCK.COM einen anderen Weg – und hat im Business Punk-Podcast "How to Change" mit mir über genau diesen gesprochen. Er war Strategie-Vordenker bei Bertelsmann, hat einen Stanford-MBA und ist statt in die nächste Beratungsbude mitten ins Herz der deutschen Industriegeschichte gegangen. Mit der BRYCKS Startup Alliance baut er gerade eine „Startup Factory" auf, zusammen mit Schwergewichten wie E.ON, RWE und Evonik — eine Allianz, die Forschung und Industrie radikal verzahnt. Sein eigentlicher Punkt ist dabei eine Haltungsfrage, keine Förderfrage: Das Ruhrgebiet braucht keine Subventionen, sondern Rendite-Logik. Wer echten Wandel will, muss ihn über Investment erzwingen, nicht über Mitleid herbeireden. Dazu kommt sein Lieblingswort: Signifikanz. Im Klartext heißt das technologische Lösungen, die international kommerziell etwas bewegen — und eben nicht das hundertste hübsche Pilotprojekt, das in der Pressemitteilung gut aussieht und danach im Sande verläuft. Und ja, das trifft einen Nerv. Deutschland liebt den Kompromiss, während Philipp Radikalität in der Umsetzung fordert: weniger Angst-Konsens, mehr Mut, wieder mit breiter Brust als Unternehmer aufzutreten. Frage an alle, die das Ruhrgebiet und andere Regionen längst abgeschrieben haben: Was, wenn nicht die Region das Problem ist, sondern das Mindset, mit dem wir auf sie gucken? Danke Philipp für die neuen Perspektiven. Reinhören — Link in den Kommentaren 👇