Post by Nicole Cornu

Emanzipation durch Bildung. Menschen ermöglichen, ihre Rechte zu realisieren.

Um Erwachsenen ohne Berufsabschluss eine Nachqualifizierung (sog. Berufsabschluss für Erwachsene BAE) zu ermöglichen, sollten Arbeitgeber ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten wahrnehmen und in den Mitarbeitendengesprächen gezielt nachfragen, ermutigen und unterstützen. Zumindest für eine Erstinformation und Beratung im Laufbahnzentrum / kantonalen BIZ. Das wäre ein erster wichtiger Schritt. Und offen gesagt: das Mindeste. Auch in Bezug auf die Finanzierung gibt es Unterstützung, aus den Branchenfonds, öffentliche Gelder oder private Stiftungen. Auch hier kann ein BIZ beraten: Inzwischen verfügen alle über spezialisierte Fachpersonen im Bereich Nachqualifizierung von Erwachsenen. Der Handlungsbedarf ist riesig: In der Schweiz verfügen schätzungsweise mind. eine halbe Million Erwachsene im Erwerbsalter über keinen nachobligatorischen Bildungsabschluss. Rund zwei Drittel sind dennoch erwerbstätig, häufig in un- oder angelernten, schlecht entlöhnten und prekären Beschäftigungsverhältnissen. Erwachsene ohne Berufsabschluss erreichen oft keine existenzsichernden Einkommen, können sich kaum weiterbilden, selber keine Lernenden ausbilden und haben ein erhöhtes Arbeitslosigkeits- und Armutsrisiko. In Bildung zu investieren, insbesondere auf Stufe der beruflichen Grundbildung ist eine Investition, die sich letzten Endes für alle lohnt: Arbeitnehmer:in, Arbeitgeber und für uns als Gesellschaft. Hier besteht noch viel ungenutzes Potenzial! #Berufsbildung #BerufsabschlussFürErwachsene #Nachqualifizierung #Armutsprävention #Fachkräftemangel

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