Post by Stiftung Natur und Wirtschaft
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Pilzexperten gesucht! 🍄🟫 🍄 Vor drei Wochen war das Team der Stiftung Natur & Wirtschaft mit dem freischaffenden Mykologen Petr Vlček im Naturareal der IWB Industrielle Werke Basel "Lange Erlen" unterwegs. Auf dem von der Stiftung zertifizierten Naherholungsgebiet finden sich zahlreiche Naturschätze. Doch für die meisten Besuchenden bleibt das Reich der Pilze im Verborgenen. Mit 9'000 bekannten Arten gehören die Pilze in der Schweiz zu den artenreichsten Organismengruppen - weltweit sind rund 100'000 Arten beschrieben (!). Um so erstaunlicher ist es, dass es zwar eine lebendige mykologische Gemeinschaft gibt, in der Pilzvereine als wichtige Träger von Artenkenntnissen und ökologischem Wissen fungieren. Doch nur eine Handvoll Fachleute befasst sich explizit mit der Integration der Pilze in den Naturschutz. Petr Viček gehört zu den wenigen, die sich gezielt dieser Aufgabe widmen. Nach vier Jahren Arbeit an der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL (Rote Liste der Grosspilze) berät er nun kantonale und städtische Fachstellen dabei, Pilze in ihre Biodiversitätsstrategie zu integrieren. ❓ Woher kommt der Mangel an mykologischer Fachkompetenz im Naturschutz? Die benötigten Artenkenntnisse stellen eine grosse Hürde dar, meint Petr Viček. Die Situation wird durch den Mangel an Ausbildungsmöglichkeiten und der fehlenden Integration der Mykologie in bestehende Ausbildungsstrukturen verschärft. Während die Forschung die ökologischen Wechselwirkungen zwischen Pilzen und Pflanzen, sowie die Bedeutung der Pilze für bodenökologische Prozesse zunehmend beleuchtet, findet dieses Wissen bisher kaum Einzug in den Naturschutz. In Zeiten grosser klimatischer und ökologischer Veränderungen ist das bedenklich. Als nächsten Schritt möchte die Stiftung Natur & Wirtschaft deshalb die Zusammenarbeit mit Petr Viček vertiefen und prüfen, wie seine wertvolle Pilzexpertise über unsere Auditor:innen an unsere Areale weitergegeben werden kann. Wichtig‼️: Viele Zucht-Sets enthalten nicht-einheimische Arten oder Myzel heimischer Arten aus nicht-lokalen Stämmen. Als Best Practice gilt: Nicht-einheimische Arten nur in geschlossenen Räumen kultivieren; im Freien ausschliesslich einheimische Arten aus lokalen Stämmen verwenden. Zudem ist wirklich lokales Myzel ein rares Gut — viele Mykorrhizapilze (z.B. Steinpilze) lassen sich bisher gar nicht züchten. ➡️ Du interessierst dich für eine Ausbildung zum/r Pilzexpert:in im Naturschutz? Melde dich bei uns. Bastiaan Frich Daniëlle Rogger Benny Assmus Locher Reto Flavia Zschaler Nicolá Bossard Tatjana Nebel Petra Horch Jessica Käser Dominique Oser Peter Wechsler Dietmar Küther Claudio Sedivy Beat Flach Claudia Moll Michael Widmer Joaquim Golay