Post by MV-Ostseekooperation
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Wie gelingt es, jahrhundertealte Schiffswracks in der #Ostsee gemeinsam über Ländergrenzen hinweg zu erforschen und zu schützen? 🌊 Ein internationales Tauchteam hat in der vergangenen Woche eines der bedeutendsten Unterwasserdenkmale vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns untersucht. ⚓ Zwischen Rügen und Usedom, am Eingang des Greifswalder Boddens, liegen rund ein Dutzend versunkene Handelsschiffe aus dem 17. Jahrhundert. Zudem konnten Archäologinnen und Archäologen des Landesamt für Kultur und Denkmalpflege MV zwei schwedische Kriegsschiffe lokalisieren, die 1714 im Eisgang verloren gingen. Der aktuelle Tauchgang ist Teil eines mehrjährigen Forschungsprojekts zur schwedischen Marinegeschichte unter Leitung des in Stockholm ansässigen Vrak – Museum of Wrecks. Ziel ist eine möglichst präzise Dokumentation der Wracks sowie eine Bewertung ihres Erhaltungszustands. Kulturministerin Bettina Martin: "Gemeinsam mit den schwedischen Partnern leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Schutz des gemeinsamen Kulturerbes in der Ostsee. Denn die Ostsee war über Jahrhunderte sowohl Handelsraum als auch Schauplatz militärischer Konflikte – die Wracks sind stille Zeugen dieser Geschichte." Für die #Wissenschaft bietet das Projekt große Chancen: Von der Schifffahrtsgeschichte bis zum historischen Schiffbau liefern die Funde wertvolle Erkenntnisse über die Region und ihre Entwicklung. Der jüngste Einsatz hat nicht nur den Zustand der Wracks dokumentiert, sondern auch Maßnahmen zur Sicherung der Fundstellen umfasst. Nun folgt die detaillierte wissenschaftliche Auswertung – ein weiterer Schritt in der gemeinsamen Erforschung des maritimen Kulturerbes der Ostsee.