Post by Michael Sagner

Head Of Sales bei S&K Solutions GmbH |

3.000 Filialen. Ein Rollout. Und plötzlich reden alle wieder über ESL. Tesco hat angekündigt, in den nächsten 2 Jahren elektronische Regaletiketten in rund 3.000 Märkten auszurollen. Stand jetzt einer der größten angekündigten Rollouts in Europa. Jetzt fragt sich wahrscheinlich jeder deutsche Einzelhändler: was geht uns das an? Mehr, als die meisten denken. ━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━ Wenn ein LEH-Riese so was macht, passieren drei Dinge: Erstens: Hersteller-Kapazitäten werden geblockt. Lieferzeiten für alle anderen Projekte steigen. Zweitens: Plötzlich reden alle über ESL – Lieferanten, Banken, Berater. Ihr werdet drauf angesprochen. Drittens: Eure Wettbewerber kriegen in den nächsten 12 Monaten Angebote auf den Tisch. ━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━ Spannend ist das DACH-Bild dazu: Lidl, Aldi, Edeka, Rewe rollen kontinuierlich aus — nur halt deutlich leiser als Tesco. Region für Region, ohne große Ansagen. Wer Stand jetzt noch wartet: der Mittelstand, die Tier-2- und Tier-3-Filialisten, der Fachhandel. Genau da ist das Marktfenster offen. ━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━ Im Umkehrschluss: Wer jetzt einen Pilot startet, ist 2027 produktiv. Andere sitzen dann noch in der Discovery. Wer jetzt nicht startet, vergleicht 2027 Angebote in einer Marktsituation, in der Lieferanten ausgelastet sind und Lieferzeiten steigen. ━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━ Ich beobachte den Markt seit Jahren. Was ich gerade sehe: die Entscheidung "ob" verschiebt sich gerade zur Entscheidung "wann und wie". Wer früher dran ist, hat kürzere Wartezeiten, bessere Konditionen und eine Lernkurve, die der Wettbewerb erst nachholen muss. Für ein erstes Sondierungsgespräch reicht eine PN. P.S. Habt ihr eine ESL-Strategie für die nächsten 24 Monate – oder steht das noch auf der "wir warten ab"-Liste?

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