Post by Michael Diederen
Executive Coach | Führungskräfte- & Teamentwicklung mit Tiefe | Leadership Circle Certified Practitioner | enablingtransformation.de
Einfach drauf los radeln. Mal nicht leisten müssen. Fünf Tage Elsass und Vogesen. Nur ich, das Rad und der Weg. Kein Ziel, keine gebuchte Unterkunft. Schauen, wohin es mich trägt. Meditatives Biken, das war der Plan. Auf den ersten Kilometern hat das gut geklappt. Der erste Anstieg. Oben ein Klosterhotel, Weitblick — das reizte. Und dann diese Stimme: „Du hast gerade einen guten Schnitt. Wie viele Höhenmeter sind das schon? Das sieht in Komoot gut aus, wenn deine Follower es sehen." Ich war allein. Auf einem Berg. Ohne Publikum. Das Leisten war trotzdem dabei. Die "meditativen" Momente gab es auch, wo der Gedanke irgendwann verstummt und nur noch Bewegung, Luft und Weg sind. Ja, die waren wirklich da. So viel Leben in einem einzigen Moment. Abends Itterswiller. Spät dran, nichts gebucht — und trotzdem ein Platz auf der Terrasse. Kühles Bier, gutes Essen, Blick in die Weite. Ich dachte: jetzt! Und dann hab ich mich dabei ertappt, emsig die Fotos des Tages zu sortieren... Es sitzt nicht im Büro. Es sitzt in mir. Wann habt ihr zuletzt gemerkt, dass ihr eigentlich raus wolltet — und das Leisten trotzdem mitgefahren ist?