Post by Matthias Nadrag
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Leistungspreis auf Netzebene 7. Ab 2027 rechnet sich Energy Sharing anders. Gestern hat E-Control den Begutachtungsentwurf der SNE-Grundsatzverordnung veröffentlicht. Als jemand, der täglich in diesem Markt arbeitet, hab ich ihn gestern gleich durchgelesen. Und ich muss sagen: die Richtung stimmt. Ein paar Dinge, die mich besonders freuen: ⚡ Leistungskomponente auf Netzebene 7 – erstmals für alle. Wer Spitzen vermeidet, zahlt weniger. Wer Wärmepumpe, E-Auto und Speicher koordiniert, wird strukturell belohnt. Das ist der richtige Anreiz – endlich auch im Niederspannungsbereich. 🤝 Und genau hier wird Energy Sharing besonders interessant. Neu ist: wer Strom aus der gemeinsamen Energienutzung im Lokal und Standortbereich bezieht, dem wird die Leistung in genau jenen Viertelstunden aus der Bemessungsgrundlage herausgerechnet, in denen die gemeinsame Anlage liefert. Der neue Leistungspreis wird also direkt und automatisch reduziert. Für Mehrparteienhäuser, Fachmarkt-/Einkaufzentren sowie Bürogebäude und teilweise auch Gewerbeparks ein echter Paradigmenwechsel. ⏰ SNAP und WiNAP – Strom zur richtigen Zeit ist billiger. Sommer, 10–16 Uhr: günstiger Arbeitspreis, wenn PV-Strom das Netz flutet. Winter, 22–4 Uhr: günstiger Arbeitspreis, um flexible Lasten aus den Abendspitzen in die Nacht zu verlagern. Wer steuerbar ist, profitiert. 🔋 Batteriespeicher bekommen endlich klare Spielregeln. Systemdienliche Speicher können bis zu 20 Jahre vom Netznutzungs- und Netzverlustentgelt befreit werden. Die Kriterien sind anspruchsvoll – geeigneter Standort, Mindestleistung, Flexibilitätsvertrag mit dem Regelzonenführer – aber erstmals klar und transparent definiert. Das ist Investitionssicherheit. 🔌 Flexible Entnahme mit echtem Rabatt. Wer dem Netzbetreiber Einschränkungsrechte einräumt, bekommt einen reduzierten Leistungspreis. Die Erläuterungen zeigen ein Beispiel mit bis zu 70% Ersparnis für Speicherbetreiber – der genaue Wert kommt erst in der Tarifverordnung. Aber die Richtung ist klar. Und ab Oktober greifen weitere grundlegende Neuerungen aus dem ElWG: Nahebereiche werden erweitert. Eigenversorgung und P2P-Verträge ohne Vereinsgründung. Reduzierte Netzentgelte im Lokal- und Regionalbereich. Alles zusammen ergibt einen Rahmen, in dem lokale Energieoptimierung nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern wirtschaftlich strukturell attraktiv wird. Lokal erzeugter Strom, der lokal verbraucht wird, wird ab 2027 auf mehreren Ebenen gleichzeitig belohnt. Das sind keine theoretischen Konstrukte mehr. Das sind konkrete Paragraphen. Oktober ist der Moment, wo die neuen Spielregeln für alle spürbar werden. Und 2027 zeigt sich, wer vorbereitet war. #ElWG #SNEGV #Netz #EnergySharing #Energiegemeinschaft #Leistungsentgelt #Batteriespeicher #Flexibilität #Energiewende #Österreich