Post by Markus Holling
Prof. Dr. med., Neurosurgeon, XR-Enthusiast, MHBA, FACS
„Du bist nicht allein“ – auf der YES!CON ist das kein Slogan, sondern Haltung! Mit VR-Brillen 🥽 durfte ich Betroffenen ihre eigene Bildgebung demonstrieren: MRT- und CT-Daten nicht nur als zweidimensionale Schnittbilder, sondern räumlich und (be-)greifbar. Den Andrang habe ich ehrlich gesagt unter- und die Akkuleistung der VR-Brillen überschätzt... Was als Demonstration gedacht war, wurde schnell zu vielen sehr persönlichen Gesprächen über eigene Befunde, Unsicherheiten und konkrete Fragen. Mein besonderer Respekt gilt dabei allen Betroffenen, die sich ihrer Erkrankung stellen. Wer mit einer Tumorerkrankung lebt, muss oft in kurzer Zeit Entscheidungen treffen, die weitreichende Folgen haben, was Mut fordert, Klarheit benötigt und Unterstützung verlangt. VR ersetzt dabei kein ärztliches Gespräch. Sie kann es aber substanziell verbessern, wenn aus „da ist etwas zu sehen“ ein besseres Verständnis der eigenen Situation entsteht. Der Sir William Osler zugeschriebene Satz „manchmal heilen, oft lindern, immer trösten“ passt hier sehr gut. Trösten bedeutet in diesem Zusammenhang nicht Beschwichtigung, sondern Orientierung: Komplexität erklären, Unsicherheit einordnen und Menschen einen besseren Zugang zur eigenen Situation geben. „Du bist nicht allein“ heißt nämlich auch: Niemand sollte mit komplexen medizinischen Informationen allein gelassen werden! Danke an die YES!CON und die vielen engagierten Menschen für diesen außergewöhnlichen Raum, genau darüber mit Betroffenen, Angehörigen und vielen KollegInnen ins Gespräch zu kommen 👍 __________________ Friederike Koenig | Steff Rödl | Kathrin Golde Lohmann | Domenic Dornemann | André Schlegel | Tobias Korenke | FUNKE yeswecan!cer #dubistnichtallein #krebsbrauchtkommunikation #virtualreality Universitätsklinikum Münster #digitalemedizin Medicalholodeck #patientenkommunikation