Post by Markus Ammann
12 weeks to reignite the love to your business. Self Leadership in life and business instead of inner torment.
Wie so oft im Leben - manche Dinge sind ein zweischneidiges Schwert. Nachdem wir nun die Wochen zuvor Turin unsicher gemacht haben, waren wir dieses Wochenende am Rheinknie auf der Loreley zu Sabrinas persönlichem Highlight. Yes. Not one more time, but two more times. Michael Patrick Kelly. Zwei Konzerte, nicht ganz gleichgewichtig verteilt über zwei Tage. Wie war's? Ganz ehrlich - das betitelte zweischneidige Schwert. Und wer jetzt erwartet, dass ich wieder mal speziell erwähnen muss, dass das "eigentlich sowieso nicht so mein Ding" ist, der liegt weit daneben. Ich höre dem Mann inzwischen auch gerne zu - tatsächlich. Wieso dann zweischneidig? Während der Michl, wie ich ihn nenne, beinah komplett abgeliefert hat, hat das Sicherheitskonzept Schiffbruch erlitten. Nach 4,5 Stunden Anfahrt am Freitag standen wir am Samstag in der Früh während weiteren 4,5 Stunden in brütiger Sonne. 25.000 Menschen, ca. 12 sichtbare Ordnungskräfte und kein erkennbares Sicherheitskonzept. Irgendwann gegen knapp 15:00 hielt ein Tourbus direkt am Eingang und hat Leute - und somit das blanke Chaos - herausgelassen. Die Warteschlange brach in sich zusammen, und auf einen Schlag stürmten alle wahllos nach vorne in den Eingangsbereich. Ein Wunder, dass wenigstens dann "richtig" reagiert worden ist - nämlich abermals gar nicht, und die Security hat sich vernünftigerweise nicht wirklich zur Wehr gesetzt. Zumindest dies hat dann aber nach taktischer Einsicht gewirkt. Ein Glück, dass nichts ernsthaft schiefgelaufen ist. Das Konzert danach war in starkem Gegensatz eine perfekt organisierte, 3 Stunden und 40 Minuten andauernde Show ohne einen einzigen Unterbruch. Sehr, sehr gelungen. Am Sonntag dann der Wandel. 8.000 Menschen statt 25.000. Immerhin hat man aus dem Sicherheitskonzept gelernt. Es hielt — und doch war Müdigkeit überall, auch auf der Bühne. Einiges lief zu Beginn schief, und ich wage zu behaupten, erkannt zu haben, dass man aus einem Solo-Unplugged nach ca. 40 Minuten heimlich, still und leise ein normales Konzert gemacht hat. Schliesslich wurde die Band nicht umsonst nach gut einer Stunde ganz unauffällig eingeschoben. Nach 2,5 Stunden war dann Schluss. Und obwohl ich kein MPK-Hardcore-Fan bin - hab ich andere erlebt, die an einem normalen Konzerttag weit vorher "keine Lust" mehr hatten. Dann sitzt man später so da - vor seiner nur-barzahlungs-6,50-Euro-Latte-Macchiato und fragt sich: War das jetzt wirklich Zeit, Geld, Sonne und Adrenalin wert? Und? Ja. Man lebt nur einmal (wenn man nicht James Bond ist) - und es war schön. Doch jenseits dessen war es schön, Sabrina und ihre Freude zu sehen. Das war's wert. 100%. Ich würde sofort wieder hinfahren. Nicht wegen irgendeinem Sänger. Sondern wegen der Person, die neben mir steht. 🤔 Wofür gehst Du Wege, die für Dich selbst nicht jede Mühe wert wären?