Post by Mark Grandler

B2B Marketing Berater | KI-Agenten & Content-Systeme für den Mittelstand | 15 Jahre Industrie-Erfahrung (Bosch, Nestlé, Baumüller)

Claude 5 für uns in DE gesperrt. Dann kommt die große Angst. Ich kann es nicht mehr hören. Wir sind abhängig. Ganz ehrlich – das sind wir doch schon seit Jahren. Nicht nur bei KI-Anbietern aus den USA. Wir sind Regulierungsweltmeister. Darin sind wir gut. Uns selbst von der Welt auszusperren. International nicht mehr wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir schreien danach, wir müssen deutsche Lösungen liefern. Aber welche Unternehmen haben überhaupt Lust, etwas im Bereich LLM zu erschaffen? Nehmen wir das Beispiel Sport. Usain Bolt, 100-Meter-Lauf. Ein Deutscher ist mit im Rennen. Aber aufgrund der Regulierungen darf er nur mit einem Bein laufen, das andere wurde hochgebunden. Sagt das Gesetz. Wie soll dieser Läufer im internationalen Wettbewerb bestehen? Er wird es niemals schaffen. Wir haben zwei Probleme – und wir reden meistens nur über eines. Problem 1: Die EU und ihre Regulierung. Strukturell, langfristig, selbst gebaut. Der AI Act bremst Entwicklung, kostet Startups Zeit und Geld, und macht uns im globalen LLM-Rennen zum Handicap-Läufer. Problem 2: Die US-Abhängigkeit. Akut, unkontrollierbar, über Nacht spürbar. Diesmal war es nicht Brüssel, das uns gesperrt hat – es war ein Befehl aus dem US Commerce Department. Claude 5 weg. Für alle. Sofort. Das Einzige, was ich noch sehe: ein mögliches „Vertrauenslabel" – ähnlich wie die DSGVO weltweit zum Goldstandard wurde und US-Firmen zur Anpassung zwang. Ob das im KI-Rennen ausreicht, bleibt offen. Was bringt es, wenn der internationale Wettbewerb freie Bahn hat, wir aber auf halber Kraft fahren? Sehe ich das komplett verkehrt?

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