Post by Marion Appelt

Vernetzt. Begeistert. Bewegt.

»WIR SIND ALLE GLEICH« Das war die erste Reaktion bei der Lesung von Sebastian Urbanski gestern Abend. Sein Buch »Am liebsten bin ich Hamlet. Mit dem Downsyndrom mitten im Leben« habe ich in sehr enger Zusammenarbeit vor allem mit seiner Mutter Bettina verfasst. Inzwischen verbindet uns eine enge Freundschaft. Die Aussage, dass wir alle gleich sind, erinnerte mich, wie Sebastian im Juli 2012 im Saal der Bundespressekonferenz anlässlich der Vorstellung des Rechtsgutachtens des sogenannten Praena-Tests den spanischen Lehrer, Schauspieler, Autor und ersten Europäer mit Downsyndrom mit Uniabschluss Pablo Pineda zitiert: »Wir sind, verdammt noch mal, alle Menschen.« Etwa fünf Jahre später, am 27. Januar 2017, am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, sprach Sebastian vor dem Deutschen Bundestag und las den »Opferbrief« von Ernst Putzki an seine Mutter vor, der im Januar 1945 in der NS-Tötungsanstalt Hadamar ermordet wurde: https://lnkd.in/dWhS2CZm Sebastian, der seit 2007 zum festen Ensemble des #TheaterRambaZamba gehört, wurde Anfang 2019 als erstes Mitglied mit Downsyndrom in den Vorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. berufen. Dass seine wunderbare Lesung mit dem Parteitag der AfD in Erfurt zusammenfiel, ist Zufall gewesen. Eine Teilnehmerin dankte Bettina und Rainer Urbanski für ihre Liebe und Geduld mit Sebastian. Ärzte hatten ihnen nach seiner Geburt geraten, ihn ins Heim zu geben. Förderung sei erst ab drei, vier Jahren möglich. Ich danke Martina Seith-Karow vom S. Fischer Verlag GmbH für ihr Vertrauen und das tolle Match sowie allen, die bei der Lesung mit Sebastian waren und daran mitgewirkt haben: Dr. Angelika Magiros Joshua Tetsuo Bitter Christian K. Fraunholz Christian Christian Kreisel und wünsche mir mehr anregend-schöne Abende wie gestern. Deswegen: #niewiederistjetzt!

Post contentPost contentPost contentPost contentPost contentPost contentPost content