Post by Marion Andrea Müllerschön
IT-Systemelektronikerin. Gerne einen Kaffee ☕️??
Leichenhallen stellen keine Männer ein, weil selbst Tote nicht in Ruhe gelassen werden. Und ja: Manche würden sogar eine Statue sexualisieren. Aber klar. Lasst uns ernsthaft weiter darüber reden, dass es an der Kleidung liegt. Wenn Stoff wirklich das Problem wäre, warum werden Frauen in Burkas angestarrt? Warum werden vollständig bedeckte Frauen belästigt? Warum werden Kinder missbraucht? Warum werden Babys zu Opfern? Ach stimmt. Die hatten bestimmt einfach das falsche Outfit. Ach stimmt. Die hatten bestimmt einfach die falsche total Sexy Windel an. „Was war meine Schuld?“ – fragte der kurze Rock. „Ich wurde auch angegriffen.“ – sagte die Burka. „Ich auch.“ – sagte die Windel. Und ihr wollt immer noch über Dresscodes diskutieren? Und trotzdem drehen wir uns weiter im Kreis und diskutieren Stoffmengen, als wäre das hier eine Modefrage. Kein Stück Stoff auf diesem Planeten schützt dich vor Mensch:innen mit männlichem Geschlecht, die dich nicht als Menschin sehen. Vor Menschen, die glauben, ihr „Bedürfnis“ steht über deiner Grenze. Und nein... das ist kein „Trieb“. Das ist kein „Ausrutscher“. Das ist kein „Missverständnis“. Das ist Entscheidung. Die Wahrheit ist unbequem. Deshalb wird sie so gern ersetzt durch Diskussionen über Kleiderordnungen. Kleidung ist kein Auslöser. Sie ist eine Ausrede. Aber anstatt das klar zu benennen, wird weiter an Frauen herumoptimiert: Zieh dich anders an. Verhalte dich anders. Sei vorsichtig. Kurz gesagt: Pass dich an, damit andere sich nicht ändern müssen. Diese Logik ist nicht nur falsch, sondern sie ist feige. Denn sie schützt genau die, die das Problem sind. Die einzige Frage ist: Warum glauben manche, sie dürften alles?“ Aber natürlich ist es einfacher, Frauen zu regulieren als Täter. Aber hey... diskutiert ruhig weiter über Rocklängen. Ist einfacher, als sich einzugestehen, wie tief das Problem wirklich sitzt. Und wer die Schuld und die Verantwortung trägt. Es geht um Anspruch. Um fehlenden Respekt. Mit dem Versagen, Grenzen und Menschlichkeit zu respektieren.