Post by Mariana Sygin
Teamcoaching | Organisationsentwicklung | HR L&D | Dozentin | Beraterin | Trainerin | Mentorin | Systemische Personal & Business Coach (ECA) | Moderatorin
Wieder ein Skandal im HR-Bereich. Der CEO von Bolt hat offenbar fast das gesamte HR-Team rausgeworfen – mit der Begründung, HR hätte „Probleme geschaffen, die gar nicht existierten“. Ein paar wenige sind wohl geblieben und heißen jetzt „Administration“ (Artikel in Kommentaren). Ich diskutiere gar nicht mehr darüber, warum ich diese Entscheidung für extrem kurzsichtig halte. Viel spannender finde ich aber die Frage: Was bedeutet das eigentlich langfristig für Führungskräfte? Und wer übernimmt jetzt eigentlich die ganze Arbeit? Denn ja — viele Führungskräfte machen heute bereits Teile der HR-Arbeit selbst. Recruiting, Mitarbeitergespräche oder Performance-Themen gehören längst zum Alltag. Aber der Unterschied ist: Bisher gab es zumindest Sparringspartner, Strukturen, Prozesse und Expert:innen im Hintergrund. Und genau das fällt jetzt weg. 👉🏻 Weniger Unterstützung bei schwierigen Personalentscheidungen 👉🏻 Weniger Moderation bei Konflikten im Team 👉🏻 Weniger arbeitsrechtliche Absicherung 👉🏻 Weniger strategische Begleitung bei Wachstum, Transformation oder Trennungen 👉🏻 Weniger Entlastung bei emotional anspruchsvollen Situationen Und genau hier liegt für mich der Denkfehler vieler Unternehmen: HR wird als Kostenstelle betrachtet, ohne zu verstehen, welchen organisatorischen und emotionalen Load HR von Führungskräften nimmt. Die Aufgaben bleiben. Nur die Verantwortung wird verschoben — oft auf Menschen, die weder Zeit noch Expertise oder ehrlich gesagt Lust darauf haben. Ich wäre nicht überrascht, wenn die nächsten Kündigungen jetzt von Führungskräften kommen, die keine zusätzliche Teilzeit-HR-Rolle übernehmen wollen. Wie seht ihr das? Was muss HR tun, um endlich als strategischer Player wahrgenommen zu werden? #HR #PeopleStrategy #FutureOfWork #FutureOfWork