Post by Maria Schmitz
ProzessHebamme für Wandel | Regeneration, Care & Zukunftsgestaltung | Gemeinschaften gründen · Menschen verbinden · Zukunft gestalten
Letzte Woche habe ich erzählt, wie alles mit einer einzigen Frage begann: Wie wollen wir künftig leben, arbeiten und füreinander sorgen? Heute glaube ich: Gemeinschaft beginnt nicht mit einem Ort. Gemeinschaft beginnt mit Menschen, die dieselbe Frage bewegt. Bei mir begann der nächste Schritt auf einem Geburtstag in Potsdam. Ein Frauen-Geburtstag. Ein schöner Tag. Acht Frauen. Gespräche. Ein Ritual. Dieses Gefühl von Gemeinschaft, das ich mir damals so sehr wieder gewünscht habe. Ich erzählte, dass ich mich auf den Weg gemacht hatte. Dass ich Höfe anschaue. Dass ich nach einem Ort suche, der nah genug an Berlin ist. Nicht irgendwo weit draußen, sondern so erreichbar, dass unsere Kinder erst einmal weiter in Berlin zur Schule gehen könnten. Ich wollte sie nicht einfach herausreißen. Ich wollte eine Brücke bauen: Berlin und Land. Familie und Vision. Sicherheit und Aufbruch. Schritt für Schritt. Am nächsten Tag hatte ich eine Hofbesichtigung im Löwenberger Land geplant. In Wustrau, direkt am See. Ein ehemaliges Hotel, ein ausgebauter Pferdestall, Ferienwohnungen, eine ehemalige Gastwirtschaft, ein Offenstall, eine kleine Koppel. Noch war völlig offen, welche Rechtsform dieses Projekt einmal haben würde. Ich dachte sieben Generationen zurück und sieben Generationen nach vorne. Ich wusste, was ich suchte: Mehrgenerationenleben. Pferde. Permakultur. Gesundheit. Kinder. Pflege. Wahlfamilie. Ein Ort, an dem Menschen verantwortlich miteinander leben können. Aber ich wusste noch nicht: Wie wird daraus eine tragfähige Struktur? An diesem Geburtstag hörte mir eine Frau aufmerksam zu. Sie war Journalistin. Und sie stellte mir eine Frage, die alles verändert hat: „Hast du schon einmal über eine Genossenschaft nachgedacht?“ In diesem Moment fiel etwas an seinen Platz. Eine Genossenschaft. Kein Spekulationsobjekt. Kein Investor, der entscheidet. Kein Haus, in das sich einfach die einkaufen, die am meisten bezahlen können. Sondern Menschen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen. Schon am nächsten Tag stand sie mit mir am Bahnhof. Wir fuhren gemeinsam nach Wustrau. Wir sahen uns den Hof an. Wir liefen durchs Dorf. Der See war fußläufig. Gegenüber ein altes Barockschlösschen. Ein Café. Fontane-Geschichte. Brandenburg. Und plötzlich war ich nicht mehr allein mit meiner Vision. Aus einer Idee wurden zwei Menschen. Aus zwei wurden vier. Aus Gesprächen wurde eine erste Gründungsgruppe. Den Hof in Wustrau bekamen wir am Ende nicht. Wir wurden überboten. Damals fühlte sich das wie ein Rückschlag an. Heute glaube ich: Es war ein Glück. Denn genau dadurch ging die Suche weiter. Und wenig später fanden wir den Hof, der heute der Herzenshof ist. Davon erzähle ich im nächsten Teil. Mich interessiert: Gab es in deinem Leben auch schon eine Begegnung, ein Gespräch oder eine Frage, die deine Richtung verändert hat? #Herzenshof #Mehrgenerationenleben #Genossenschaft #SocialImpact #LebenslangesLernen #ZukunftGestalten #Brandenburg #CoCreation