Post by Marcel Ludwig

Bereichsleiter Service bei RT&S Lokführer-Akademie GmbH

Nach längerer Zeit bot sich mir gestern wieder die Gelegenheit, den Bürostuhl gegen den Führerstand einer Lokomotive zu tauschen. Dieser Perspektivwechsel hat mir einmal mehr gezeigt, wie facettenreich und herausfordernd der Alltag auf der Schiene ist. Statt wie geplant in Mannheim begann mein Dienst in Lahr im Schwarzwald, wo ich einen verspäteten Zug übernahm. Bereits in der Nacht hatten außergewöhnliche Ereignisse den Betrieb stark beeinflusst: Umgestürzte Bäume und ein brennendes Drehgestell hatten zu teils langanhaltenden Streckensperrungen geführt und alle Beteiligten vor große Herausforderungen gestellt. Solche Tage sind keine Seltenheit, sondern spiegeln den Alltag unzähliger Kolleginnen und Kollegen im gesamten Eisenbahnsystem wider – ob in den Leitstellen, in der Personalplanung, auf den Stellwerken, in der Lokplanung oder direkt im Betrieb auf und am Zug. In diesen Situationen ist vor allem eines gefragt: Flexibilität. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit in unserer Schieneninfrastruktur wären. Umso bemerkenswerter ist der tägliche Einsatz jedes Einzelnen. Denn es sind genau diese Tage, die viel abverlangen und den besonderen Charakter unseres Arbeitsumfelds ausmachen. Ein Umfeld, das kaum planbar ist, aber vielleicht genau deshalb so spannend bleibt und in dem kein Tag dem anderen gleicht. Ein besonderer Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen: Die aktuelle Hitzewelle hat uns zusätzlich gefordert und einmal mehr gezeigt, wie viel Engagement, Belastbarkeit und Teamgeist in unserer Branche stecken. Gerade unter solchen Bedingungen wird deutlich, was wir gemeinsam leisten. #Eisenbahn #Teamwork #Bahnbranche #Schiene #Danke

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