Post by Manfred Ackermann

Managing Director I CFO I Supervisory Board Member I Financial Expert I Transformation & Digitization

𝗦𝘁𝗮𝗱𝘁𝘄𝗲𝗿𝗸𝗲 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗻𝗲𝘂𝗲 𝗙𝗶𝗻𝗮𝗻𝘇𝗮𝗿𝗰𝗵𝗶𝘁𝗲𝗸𝘁𝘂𝗿 Der Investitionsbedarf für die Transformation der Energiewirtschaft wird von PwC bis 2045 auf rund 535 Mrd. EUR taxiert. Für die meisten Energieversorger klettern damit die geplanten Investitionen auf ein Vielfaches dessen, was üblicherweise in das lokale Energiegeschäft investiert wurde. Oftmals konnten in der Vergangenheit die Investitionen über den Cash-Flow finanziert werden. Aber auch dieser ist zunehmend unter Druck und reicht oftmals nicht aus. Darlehensaufnahmen erfolgten – wenn überhaupt – oftmals bei der lokalen Hausbank. Denn die neue Welt sieht anders aus: ▶️ 𝗘𝗶𝗴𝗲𝗻𝗸𝗮𝗽𝗶𝘁𝗮𝗹 ist unter Druck. EK-Quoten sinken, marktüblich sind aber immer noch 25-30%, um bei Banken attraktive Konditionen zu bekommen. Stärkung des Eigenkapitals ist kommunalen Gesellschaftern oftmals nicht ausreichend möglich. Die Haushaltslagen sind angespannt – das kommunale Finanzierungsdefizit erreichte 2025 mit 31,9 Mrd. EUR einen Rekordwert. Und dann muss auch noch ein Investitionsrückstand von über 215 Mrd. EUR finanziert werden. ▶️ 𝗙ö𝗿𝗱𝗲𝗿𝗺𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹 werden immer wichtiger. Die KfW hat mit dem Deutschlandfonds ein wichtiges Produkt auf den Markt gebracht, die Landesförderbanken in Hessen, NRW oder auch Niedersachsen habe eigene Fördermittel auf den Weg gebracht. Weitere Angebote werden folgen. ▶️ 𝗠𝗲𝘇𝘇𝗮𝗻𝗶𝗻𝗲 (z.B. als Nachrangdarlehen) sind interessant. Als Mischform können Sie eher dem Eigen- oder dem Fremdkapital zugerechnet werden. Hier sollte jedes Stadtwerk die richtige Ausgestaltung für sich prüfen. ▶️ 𝗢𝗳𝗳-𝗕𝗮𝗹𝗮𝗻𝗰𝗲-𝗙𝗶𝗻𝗮𝗻𝘇𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻: Wenn die Bilanz weitere Finanzierungen nicht hergibt, ist diese etablierte Form mit zusätzlichem privatem Kapital eine gute Beimischung. Privates Kapital ist vorhanden und Stadtwerke und private Investoren nähern sich zunehmend in Ihren Vorstellungen an. Wichtig ist aus meiner Sicht, sich 𝗝𝗘𝗧𝗭𝗧 mit der neuen Finanzierungswelt auseinander zu setzen. Die Passivseite der Bilanz zeigt die Mittelherkunft - sie wird sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Die Klaviatur an Möglichkeiten ist hier sehr breit – vom Gesellschafterdarlehen über Crowd-Funding, Bürgerbeteiligungen bis zu Anleihen. Und neue Wege mit privaten Partnern sind bei dem hohen Investitionsbedarf wohlwollend zu prüfen!

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