Post by neue energie
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30 Milliarden Euro Mehrkosten für fossile Energie – und dafür keine einzige zusätzliche Kilowattstunde. Das ist die Bilanz der EU seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten, wie Dan Jørgensen, Energiekommissar der European Commission, in Brüssel erklärte. Die Zahlen dahinter sind ernüchternd. Zwischen 20 und 30 Prozent des global gehandelten Erdöls sowie rund ein Fünftel des weltweiten Flüssigerdgases passieren die Straße von Hormus. Seit Monaten ist die Meerenge weitgehend blockiert. Fatih Birol, Chef der InternationalEnergyAgency IEA, spricht von der größten Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarkts seit den 1970er Jahren. Die Produktions- und Lieferausfälle überträfen alle vorherigen Energiekrisen zusammen. Besonders kritisch ist die Lage beim Flüssigerdgas. Europa importierte 2025 eine Rekordmenge von 146 Milliarden Kubikmeter LNG, etwa zwei Drittel davon aus den USA, der Rest zu einem erheblichen Teil aus Russland. Eine Analyse des Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA) zeigt: Europas Plan, die Versorgung durch LNG zu diversifizieren, ist damit gescheitert. Gleichzeitig belegen Daten der Denkfabrik E3G, dass erneuerbare Energien strukturell widerstandsfähiger sind. Lieferkettenunterbrechungen verzögern zwar den weiteren Ausbau, gefährden aber nicht die laufende Energieversorgung. Bei Öl und Gas hingegen hat eine Blockade sofortige Versorgungsfolgen. Michael Böhmer, Chefvolkswirt beim Forschungsinstitut Prognos AG, verweist auf die gesamtwirtschaftliche Reichweite der Krise: steigende Lebensmittelpreise, höhere Inflation, ein angespannter Arbeitsmarkt und Kursverluste an den Finanzmärkten. Die Schlussfolgerung zieht die EU-Kommission nun mit einem Maßnahmenkatalog, der den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und die Modernisierung der Netze vorsieht. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: https://lnkd.in/dtCUbnSv