Post by Lynda Köhler
Audience Relations Expert at SAP / Speech Writer / Moderator
Manchmal merkt man erst im Rückblick, wie sehr einen bestimmte Kapitel geprägt haben. Meine Zeit im Sports & Entertainment Bereich bei SAP gehört für mich genau dazu. Besonders die Jahre rund um die Fussball Weltmeisterschaft 2014 und die Europameisterschaft 2016 – eine Phase voller Aufbruch, Energie und dem Gefühl, etwas wirklich Neues zu schaffen: #SAPSportsOne. Gestern hat sich dieser Kreis auf eine besondere Weise geschlossen. Beim internen WM-Auftakt von SAP Global Sponsorships stand ich als Moderatorin auf der Bühne – und plötzlich war vieles wieder da: die Stadionatmosphäre, die Gespräche mit Vereinen und Verbänden, die ersten Ideen, wie Daten den Fußball verändern könnten. Gemeinsam mit Oliver Bierhoff, Thomas Saueressig, Fadi Naoum und Lars Lamade haben wir darüber gesprochen, wie sehr sich der Fußball verändert hat. Nicht nur im Spiel selbst – sondern in allem darum herum. Von Entscheidungen aus dem Bauchgefühl hin zu Daten, die Muster sichtbar machen. Von klassischem Sponsoring hin zu echten Partnerschaften, die Innovation möglich machen. Von „wir unterstützen den Sport“ hin zu „wir gestalten ihn gemeinsam“. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – fühlt sich der Fußball heute komplexer an als früher. Denn mit jeder neuen Dimension wächst auch die Reibung. Für mich als Fan ist dieser Konflikt zwischen der Freude am Sport und den eigenen Werten nicht leicht aufzulösen. Die Vorfreude auf große Turniere ist heute eine andere als noch vor einigen Jahren – begleitet von Fragen nach Menschenrechten, Vielfalt, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Hinzu kommen Debatten über Kommerzialisierung, steigende Ticketpreise und die politische Instrumentalisierung des Fußballs – Fragen, die früher leiser waren (?). Diese Mischung aus echter Begeisterung – und dem gleichzeitigen Bewusstsein, dass der Sport nicht losgelöst von der Welt existiert – begleitet zunehmend. In genau diesem Spannungsfeld liegt vielleicht die größte Herausforderung und zugleich die größte Chance. Denn wenn globale Unternehmen wie SAP im Sport aktiv sind, geht es längst um mehr als Sponsoring. Es geht darum, Räume für Austausch, neue Ideen und Verantwortung zu schaffen. Vielleicht ist genau das die schönste Konstante geblieben: Dass der Sport – allen Debatten zum Trotz – etwas schafft, was kaum etwas anderes kann: Menschen verbinden. Der Fußballsommer kann kommen. Fotos: Philipp Reimer Fotografie & Film