Post by Lutz Knobloch
Einsatzleiter bei Dussmann Group | Fachkraft für Schutz und Sicherheit
💥 Erst den billigsten Anbieter wählen – und wenn die Hütte brennt, sollen wir die Feuerwehr spielen? Machen wir uns nichts vor: Der Markt für Sicherheitslösungen ist aktuell ein Trauerspiel. Es fühlt sich an, als ob es bei Ausschreibungen nur noch ein einziges Kriterium gibt: Wer ist die billigste Bude da draußen? Qualität? Zertifizierungen? Kompetentes Personal? Scheißegal. Hauptsache, die Zahlen im Einkauf stimmen. Aber wehe, der Karren liegt im Dreck. Und glaubt mir, er landet immer im Dreck. Das klassische Drama in 3 Akten: 1. Die Geiz-ist-geil-Phase: Ein Billiganbieter bekommt den Zuschlag. Die Security-Mitarbeiter sind ungeschult, die Technik ist veraltet und Führung gibt es nur auf dem Papier. 2. Der Reality-Check: Es passiert, was passieren musste. Ein schwerer Vorfall, Diebstahl, Vandalismus oder Sabotage. 3. Der Notruf bei uns: „Könnt ihr bitte SOFORT einspringen und retten, was noch zu retten ist?!“ Und dann der Satz, bei dem mir regelmäßig die Hutschnur reißt: Aber das haben die anderen früher auch schon immer so gemacht...“ Ja, verdammt noch mal – und genau DESHALB brennt eure Hütte doch gerade lichterloh! 🔥 Das böse Erwachen mit der Versicherung und dem Gesetz Viele Unternehmen merken erst, wenn es zu spät ist, dass Geiz existenzbedrohend ist. Wenn der Schaden da ist, schaut die Versicherung ganz genau hin. Glaubt ihr ernsthaft, die zahlt den Millionenschaden, wenn herauskommt, dass ihr eure Sicherheit einer ungelernten Billig-Truppe ohne Führung anvertraut habt? Wenn am Führungspersonal, den Qualifikationen oder der modernen Sicherheitstechnik gespart wurde, zieht die Versicherung den Stecker. Dann bleibt ihr auf den Kosten sitzen. Wer beim Sicherheitsdienst spart, zahlt am Ende dreifach: an den Billiganbieter, den Schaden selbst und die Anwälte. 🧠 Meine Erfahrung aus über 10 Jahren Branche: Es braucht einen vernünftigen Mittelweg! Und kommt mir jetzt nicht mit den typischen Branchen-Ausreden! Die einen sagen: „Wir müssen so niedrig ansetzen, um überhaupt eine Chance auf Aufträge zu haben.“ – Falsch. Wer sich unter Wert verkauft, liefert am Ende auch Unter-Wert-Arbeit. Die anderen sagen: „Wir orientieren uns nur da, wo das ganz große Geld liegt.“ – Genauso falsch. Es geht in beide Richtungen! Man muss sich die jeweilige Region genau angucken, sich anpassen und die Kirche im Dorf lassen. Es geht nicht darum, stupide den reichsten Regionen hinterherzulaufen oder Kunden auszunehmen. Es geht um ein vernünftiges Miteinander, um Augenhöhe und darum, einen gesunden Mittelweg zu finden. Aber Qualität hat nun mal ihren Mindestpreis. #Sicherheit #Security #Klartext #Versicherungsschutz #Wirtschaft #QualitätHatIhrenPreis #RiskManagement #Führung #Sicherheitstechnik #Regionalität #Miteinander #Branchenerfahrung