Post by Dirk Langenströher
Leadership-Entwicklung für den Mittelstand | Ex-CEO mit 20 Jahren Erfahrung | Crestcom Partner | Keynote Speaker | Autor | Papa
Vor genau einer Woche ist der SC Paderborn 07 aufgestiegen. Es war ein unfassbarer Glücksmoment - erlebt mit meinem Sohn Jan. Geblieben ist die Dankbarkeit, dass ich das erleben durfte. Ich weiß, was DANKBARKEIT bedeutet. Nicht aus einem Ratgeber. Aus dem Leben. Nach dem Tod meiner Tochter Hannah habe ich verstanden: Nichts ist selbstverständlich. Nicht ein einziger Moment. In der Schlussphase der Saison waren Jan und ich bei fast jedem Spiel. Vater und Sohn. Erlebnisse, die uns für immer verbinden. Nach Hannahs Tod hat Martin Hornberger und sein Team vom SCP07 etwas getan, das ich nie vergessen werde. Sie haben in der tiefsten Trauer Jan und seiner Mannschaft ermöglicht, ins Stadion einzulaufen. Ohne großes Aufheben. Einfach so. Bis zu diesem Abend vor einer Woche war dies für ihn das schönste Erlebnis im Fußball. Und dann das Relegationsspiel gegen den VfL Wolfsburg. Das 2:1 in der Verlängerung. Der Platzsturm. 20 Sekunden vor dem Tor habe ich übrigens in den Himmel geschaut: „Hannah – jetzt könntest du mal nachhelfen." Glaube es oder nicht. So ist es gewesen. Sie war übrigens auch Mitglied beim SCP07. Eine Anekdote habe ich noch nach unserem Platzsturm: Mitten im Jubel dreht sich Jan zu mir um. Mit Rasenfetzen in den Händen. Zwölf Jahre alt. Er sagt vollkommen ernst: „Papa, ist das nicht der richtige Zeitpunkt für mein erstes Bier?" Ich habe gelacht. So laut und so befreit, wie ich es lange nicht mehr getan hatte. Und war wieder dankbar. Das Trikot auf dem Foto habe ich in meinen Führungskräfteseminaren in der letzten Woche getragen. Sogar in Bielefeld habe ich damit Paderborn-Fans gefunden. So ist es vielleicht auch mit der Dankbarkeit. Man muss manchmal nur genau hinschauen.