Post by Kruno Baletic

EX- Manager at KGS KELLER GERAETE & SERVICE GMBH

Ein Handwerksbetrieb. 12 Mitarbeiter. 18.000€ Software. Keiner nutzt sie. Ich war dort für einen KI-Schnell-Check. In der Küche hing ein laminierter Zettel: "Für Auftragsstatus bitte THOMAS fragen." Thomas weiß alles. Thomas ist 58. Die Software läuft seit 3 Jahren. Die Einführung hat 3 Monate gedauert. Das letzte Login war im Februar 2024. Ich habe den Geschäftsführer gefragt warum. Antwort: "Die hat unser Berater empfohlen. Passt aber nicht zu uns." Das ist kein Einzelfall. Ich sehe das in jedem zweiten Betrieb. Das Problem ist nicht die Software. Das Problem ist die Reihenfolge. Erst kommt der Anbieter. Dann kommt das Werkzeug. Irgendwo dazwischen geht der Prozess verloren. Die richtige Reihenfolge: → Welches Problem kostet täglich Zeit? → Welche Lösung passt zu dem wie wir wirklich arbeiten? → Dann erst: Werkzeug auswählen. 18.000€ hätten gereicht um das Wissen von Thomas zu sichern — für jeden Mitarbeiter, jederzeit abrufbar. Auch wenn Thomas nicht da ist. Kennt ihr das aus eurem Betrieb?