Post by Kira Kramer

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🗣💬Für Björn Höcke sind die Deutschen vor allem eines: Opfer. Der „Weltwoche“-Verleger Roger Köppel bietet dem Thüringer AfD-Chef in seinem Zürcher Büro dafür die Bühne. Umgeben von Buchwänden debattiert Höcke in dem Gespräch nicht über Tagespolitik, sondern beschwört das Ende Deutschlands herauf. Er inszeniert sich als Geschichtsdenker und entwirft ein Bild, in dem das Land nach 1945 von seinen Ursprüngen getrennt wurde. Köppel verzichtet dabei auf Prüfungen und liefert stattdessen Anschlussstellen. So baut Höcke unwidersprochen sein Geschichtsbild auf. Er zitiert Denker von Bismarck bis Brecht, um seine Opfererzählung zu etablieren. Wenn Höcke den Westen für den Konflikt mit Russland verantwortlich macht oder behauptet, in der westlichen Bundesrepublik lebten nur noch deutschsprechende Amerikaner, hakt Köppel nicht nach Belegen. So wird politische Agitation als historische Diagnose getarnt. ⚡️Und wie reagiert Höcke? Er sagt erst: Es gehe nicht darum, dass die Deutschen Opfer sind. Um dann nochmal emphatisch darauf hinzuweisen, dass die Deutschen Opfer sind. Hier mein Artikel in der Frankfurter Allgemeine Zeitung https://lnkd.in/ePv4Usux

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