Post by Katja Trippel

Journalistin / Science Writer / Film Programmer & Festival-Curator

Es gibt Themen, an denen sauge ich mich über Jahre fest wie Mücken 🦟 an ihren Blutopfern🩸. Eines davon: Stechmücken, und wie sie zunehmend auch bei uns tropische Krankheitserreger wie Chikungunya, Dengue oder das West-Nil-Virus verbreiten. Für Letzteres ist #Berlin ein echter Hotspot geworden, hat die Charité-Virologin Sandra Junglen herausgefunden. Und ich fand es faszinierend von ihr zu erfahren, wie mal wieder alles miteinander zusammenhängt: Mücken, Vögel 🦉, Menschen, das Klima 🌡️, die Natur 🌳, die Stadtplanung – und Blumentöpfe 🪴. Nicht nur in Berlin, auch im Rest Deutschlands. Normalerweise forscht Junglen in Afrika. Für ihre Studie, die heute bei #NatureCommunications erschien, ging sie zwei Sommer lang samt Team vor der Berliner Haustür auf Mückenjagd und war nicht nur erstaunt, wie viele ihr ins Netz gingen, sondern auch, wie viele mit dem West-Nil-Virus infiziert sind: Zahlen vergleichbar wie in Südeuropa 🇪🇺, wo schon länger immer wieder regionale West-Nil-Fieber Epidemien ausbrechen. Für den Sommer gilt: Je heißer der Tag, umso bluthungriger ist Culex pipiens, die Gemeine Stechmücke, umso schneller verbreitet sich das Virus in ihr, umso häufiger sticht sie zu, umso mehr Eier legt sie ab, umso schneller schlüpfen die neuen Larven. Was lernen wir daraus? 👁️ Her mit dem Mückenspray! 🦟 Noch mehr steht im Interview, das ich mit ihr für die RiffReporter führte - siehe Kommentar. Dank ans Friedrich-Loeffler-Institut für die Karte! Charité - Universitätsmedizin Berlin Claudia Traidl-Hoffmann Jonas Schmidt-Chanasit Dr. Peter Spork Martin Rücker Sigrid März Barbara Schaefer Reinking Elke Dr. Romy Greiner Markus Heggen Katharina Priebe

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