Post by Katja Bartsch
Struktur- & Datenarchitektin für KMU | Reporting, ISO & pragmatische KI-Umsetzung | KI-& Automatisierungsberatung
Schritt 3 der Serie: Herausforderungen und Bedürfnisse erkennen Wenn KI-Projekte scheitern, liegt es selten an der KI. Nach meiner Erfahrung sind die Ursachen zu etwa: ➡ 98 % intern ➡ 2 % technologisch Die meisten KI-Lösungen sind heute erstaunlich leistungsfähig und vergleichsweise einfach verfügbar. Die eigentliche Herausforderung liegt deshalb meist nicht in der Technologie. Sondern in der Organisation. Denn viele der Hürden kennen wir bereits aus früheren Digitalisierungs- und Veränderungsprojekten. Dabei begegnen mir regelmäßig drei große Themenfelder: 🔧 Technische Herausforderungen keine einheitliche Datenbasis Datensilos fehlende technische Expertise veraltete Systeme unzureichende IT-Infrastruktur fehlende Schnittstellen Ohne solide Datenbasis kann auch die beste KI keinen Mehrwert schaffen. 🎯 Strategische Herausforderungen fehlende Digitalisierungsstrategie unklare Ziele Unsicherheit bei Investitionen Sicherheitsbedenken mangelnde Priorisierung fehlende Verantwortlichkeiten Und manchmal auch eine Unternehmenskultur, die Veränderungen eher verwaltet als gestaltet. Ich habe solche Situationen nicht nur in kleinen Unternehmen erlebt. Auch bei sogenannten Global Playern begegnet man gelegentlich Strukturen, bei denen man sich fragt, wie die Digitalisierung bislang überhaupt funktionieren konnte. 😊 👥 Mitarbeiterbezogene Herausforderungen Aus meiner Sicht liegt hier der wichtigste Erfolgsfaktor. Typische Fragen sind: ➡ Was bedeutet KI für meinen Arbeitsplatz? ➡ Kann ich mit der Entwicklung noch mithalten? ➡ Werden meine Aufgaben ersetzt? ➡ Bin ich ausreichend qualifiziert? ➡ Was kommt konkret auf mich zu? Diese Sorgen sind vollkommen verständlich. Und genau deshalb sollten sie nicht wegdiskutiert werden. Sondern ernst genommen werden. Manchmal bedeutet das auch, im Projekt bewusst einen Schritt zurückzugehen und eine zusätzliche Runde für Information, Austausch oder Schulung einzuplanen. Denn Widerstand ist häufig kein Problem. Widerstand ist oft ein Hinweis. Ein Hinweis auf Unsicherheit, fehlende Informationen oder ungelöste Fragen. Deshalb richte ich bei KI-Projekten immer auch den Blick auf die Unternehmenskultur. Denn nachhaltige Veränderungen entstehen nicht durch Anweisungen. Sie entstehen durch Beteiligung. Meine Erfahrung: Der Change-Prozess wird nur dann langfristig erfolgreich und tief in der Organisation verankert, wenn den mitarbeiterbezogenen Herausforderungen die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wird wie den technischen Fragen. Am Ende entscheiden nicht die Tools über den Erfolg. Sondern die Menschen, die bereit sind, den Wandel mitzugestalten. #KünstlicheIntelligenz #ChangeManagement #Digitalisierung #Transformation #Mittelstand #Unternehmenskultur #Leadership #Innovation #FutureOfWork #KI #TerraNovaAI