Post by Karim Michael Hoppe
Institutional Sales & Chief of Staff - BNP Paribas AM | M.Sc. Accounting & Finance
🇨🇳 Changsha, China 2026 Teil der 11. deutsch-chinesischen Young Leaders Delegation zu sein, war für mich in mehrfacher Hinsicht besonders. Die Reise hat für mich auch eine persönliche Ebene: Vor fast 50 Jahren war mein Großvater als Vertreter von Mercedes-Benz AG (damals noch #DaimlerBenz) Teil der ersten deutschen Wirtschaftsdelegationen in China – mit weiteren Vorstandsmitglieder deutscher Industrie- und Finanzunternehmen. In einer Zeit, in der #China sich gerade erst vorsichtig öffnete und wirtschaftliche Zusammenarbeit noch keine Selbstverständlichkeit war, ging es vor allem darum, erste Kontakte aufzubauen. Vertrauen vor Geschäft. Ein Moment aus dieser Zeit bleibt besonders präsent: der Empfang durch den damaligen chinesischen Premierminister #ZhouEnlai. Ein Bild davon begleitete mich auf dieser Reise (siehe unten). Die Delegation bestand u. a. aus Unternehmen wie Mercedes-Benz AG, thyssenkrupp (damals noch #Krupp), Mannesmann (heute Vodafone bzw. Salzgitter AG), Lufthansa, Henkel, Klöckner & Co SE und Deutsche Bank. China war damals für viele noch ein „weißer Fleck“ auf der wirtschaftlichen Landkarte. Heute, Jahrzehnte später, wirkt vieles vertraut – und gleichzeitig komplett anders. Im Rahmen der #YoungLeadersConference kamen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien zusammen. Die Gespräche gingen schnell über einzelne Themen hinaus – hin zu grundsätzlichen Fragen: Wie entwickeln sich Märkte unter den aktuellen globalen Rahmenbedingungen? Welche Rolle spielen Technologie, Industrie und Energieversorgung? Und wie lassen sich gemeinsame Ansätze finden, wenn Ausgangspunkte und Prioritäten unterschiedlich sind? Begleitet wurde die Delegation durch das Chinese People’s Institute of Foreign Affairs (#CPIFA) unter Leitung von Wu Ken, ehemaliger chinesischer Botschafter (🇨🇳🇩🇪) in Deutschland. Das Institut wurde einst auf Initiative von #ZhouEnlai gegründet – genau jener Persönlichkeit, die bereits 1973 Teil der ersten Kontakte mit der deutschen Delegation mit meinem Großvater war. Diese Verbindung über Generationen hinweg macht deutlich, wie langfristig Beziehungen gedacht und aufgebaut werden. Was ich aus den Tagen in #Changsha mitnehme: Viele der grundlegenden Fragen sind geblieben – aber die Rollen haben sich verschoben. Damals war China vor allem Nachfrager von Technologie und Know-how. Heute ist China in vielen Bereichen selbst Taktgeber – und damit gleichzeitig Partner, Wettbewerber und Impulsgeber. Ein besonderer Dank gilt dem Chinese People’s Institute of Foreign Affairs, dem Governor der Provinz #Hunan sowie dem Global Bridges Team (Malte Hohlfeld & Janis Mandić) – und Hagen Schremmer für sein Vertrauen und die Möglichkeit.