Post by Jörn Amberger

Unternehmer | CEO Amberger Group | Investor

Deutschland jammert über fehlende Innovationen. Aber wer gründet und 60 Stunden arbeitet, wird als Ausbeuter beschimpft. Und wenn er scheitert, wird er ausgelacht. Die aktuellen Zahlen zur Gründungsflaute sind alarmierend. Wir sehen nur 640.500 Neugründungen in 2025. (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Code: 52311-0051) Die Ausreden sind schnell gefunden: ❌ Zu lange Genehmigungsprozesse. ❌ Zu wenig Risikokapital. ❌ Keine Fachkräfte auf dem Markt. Das mag auf dem Papier alles stimmen… Aber die bittere Wahrheit liegt viel tiefer. Uns fehlt in der Gesellschaft der Aufstiegswille. Wir haben uns durch unseren Wohlstand eine gefährliche Vollkasko-Mentalität angewöhnt. Wir belohnen Bequemlichkeit und bestrafen Risiko. Leider. Wir züchten eine Gesellschaft, die lieber in der Komfortzone bleibt, anstatt echte Verantwortung zu übernehmen. Aber wahre unternehmerische Resilienz entsteht nicht auf dem sicheren Sofa. Man wächst nur mit Schmerz. Wenn wir international nicht massiv an Boden verlieren wollen, brauchen wir einen radikalen Kulturwandel. Schluss mit der Pippi-Langstrumpf-Mentalität. Wir müssen aufhören, den Status quo zu verwalten. ➡️ Wir müssen wieder anfangen, das Getriebe zu bauen, statt uns nur darin auszuruhen. Wie erleben Sie das in Ihrem Umfeld? Wird unternehmerischer Mut in Deutschland mittlerweile systematisch aberzogen?

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