Post by Julius Daven
Social Entrepreneur (im Ehrenamt) | Autor | Gründer & Vorsitzender EWD e.V. | Ehrenamtliche Wegbegleitung für Kinder und Jugendliche in Wohngruppen der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Feedback Uwe S.: "Das Buch ist verständlich und gendergerecht geschrieben. Diese Schreibform kannte ich so nicht. Begriffe und Situationen werden sehr gut beschrieben. Als ich das Buch fertig gelesen hatte, bin ich in vielem bestätigt worden. Zur Vorgeschichte: Mein Sohn hat nach seinem 10-Klasse-Abschluß das Christophorus-Werk ab 2014 in Lingen besucht. Als wir damals die Diagnose - frühkindlicher Autismus und ADHS - bekamen, waren wir erschrocken aber auch erleichtert da wir mit dieser Diagnose - arbeiten - konnten. Ich als Vater habe mir damals gesagt, dass ich meinen Sohn ein Leben lang unterstütze und versuche ein guter Wegbegleiter zu sein. Damals wusste ich um die Existenz der Wegbegleiter:innen gar nichts. Mein Sohn bekam nach §35a SGB VIII Unterstützung. Die Kurzform: Er hat sich super entwickelt. Er lebt heute mit seinen 25 Jahren in seiner eigenen Wohnung in Lingen. Dort arbeitet er und hat einen Freund. Seinen Freund habe ich akzeptiert und erst als ich auf meinen Sohn zugegangen bin, wir ein klärendes Gespräch hatten, ist unser Verhältnis erheblich besser. Mein Sohn wusste nicht wie er sich mir gegenüber verhalten soll. Dieses Gespräch hat - das Eis gebrochen - . Mein Sohn und ich sind täglich über Handy in Kontakt und sehen uns alle zwei Wochen. Erwähnen möchte ich die gute Zusammenarbeit aller. Jugendamt, Schule und vor allem die Autismusambulanz in Ibbenbüren. Dein Buch richtet sich an Neugierige, Betroffene, Jugendliche und heranwachsende Menschen. Mitarbeiter aus sozial und pädagogischen Berufen sollten dein Buch lesen. Ich sage als Wegbegleiter - muss man geboren sein - , es - ist ja nicht jedermanns Sache - . Ich habe vor solchen Menschen großen Respekt, wie auch vor Sterbebegleiter:innen und Altenpfleger:innen. Persönlich finde ich die Triggerwarnung hervorragend. Genauso wie das Nachwort mit deiner Forderung und deinem Appell. Deine Danksagung in dieser Form hat mich sehr bewegt. Mit diesem Buch lieber Julius hast du aufgezeigt, dass an unserem Hilfssystem noch vieles verbessert werden kann. Du hast die Vorstellung der Wegbegleiter:innen mit all seinen Aufgaben und Wirkungsweisen verständlich erklärt. Aber auch die Kehrseite, Gewalt, Übergriffe und Inkompetenz aufgezeigt. Toll finde ich deine Eigenreflexion als Wegbegleiter ab Seite 222ff. Bestätigen kann ich, dass ein Beziehungswechsel auch meinem Sohn nicht gut getan hat. Vor allem bei Lehrern und Ausbildern machte sich das Problem bemerkbar. Die Hilfeplangespräche waren für alle Beteiligten eine wichtige Grundlage der Zusammenarbeit. Die Erzählungen der Einrichtungsleiter: innen sind treffend. Mir hat Elisabeths Beschreibung ihrer Arbeit sehr gut gefallen. Julius, in deinem Buch bringst du das Wegbegleiter-Konzept dem Leser nahe. Es ist dir eine Herzensangelegenheit. Dieses Buch ist von mir an zwei liebe Menschen weiterempfohlen worden. Was ich von meinem Sohn wiederbekomme, unbezahlbar. Wenn ich ihn heute sehe, bin ich sehr stolz auf ihn." #Wegbegleiter #systemsprenger