Post by Julian Pinnig

Kommunikation für DIN Deutsches Institut für Normung e. V.

KI braucht Vertrauen – und Vertrauen braucht Standards Künstliche Intelligenz wird zunehmend dort eingesetzt, wo Entscheidungen direkte Auswirkungen auf Menschen haben: in der Medizin, bei Bewerbungsverfahren, im Finanzwesen oder in der Industrie. Damit wächst die Frage, wie wir Sicherheit, Qualität und Verlässlichkeit von KI nachweisen können. Der aktuelle Artikel in DIE ZEIT von Johanna Jürgens über die spannende Arbeit des TÜV AI.Lab zeigt deutlich: Anders als bei klassischen Produkten lässt sich KI nicht einfach einem Belastungstest unterziehen. Systeme reagieren nicht immer gleich, lernen aus Daten und müssen auch in unerwarteten Situationen verlässlich funktionieren. Genau hier kommen Standards ins Spiel. Standards schaffen eine gemeinsame Sprache für Anforderungen, Prüfverfahren und Qualitätskriterien. Sie helfen dabei, Begriffe wie „Robustheit“, „Bias“ oder „Vertrauenswürdigkeit“ messbar und überprüfbar zu machen. Nur auf dieser Grundlage können Prüfstellen, Hersteller, Behörden und Anwender zu vergleichbaren Ergebnissen kommen. Die europäische KI-Verordnung gibt den regulatorischen Rahmen vor. Damit dieser in der Praxis wirksam werden kann, braucht es jedoch konkrete technische Standards. Sie bilden die Brücke zwischen politischen Zielen und der tatsächlichen Umsetzung. Für Europa liegt darin eine große Chance: Nicht durch den Verzicht auf Regeln, sondern durch klare, international anschlussfähige Standards können Innovation, Sicherheit und Vertrauen zusammengebracht werden. Denn am Ende gilt auch für KI, was für viele andere Technologien längst selbstverständlich ist: Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch nachvollziehbare und überprüfbare Qualität. Hier geht es zum Artikel: https://lnkd.in/df3YCRt9 #KI #ArtificialIntelligence #Normung #Standards #AIAct #TrustworthyAI #Digitalisierung #Innovation #DIN

Post content