Post by Julia Koch
Projektentwicklerin Erneuerbare Energien @DEW21 | Windkraft 🌬 | Zwischen Büro und Baustelle 🏗 | Women in Tech 💻
🌬 Größer, langsamer, aber viel effizienter: Wie moderne Windkraftanlagen Physik optimal nutzen Auf meiner Fensterbank im Büro stehen sich zwei Welten gegenüber. 👈 Links die „alte Welt“: Kurze Rotorblätter, ergo geringer Rotordurchmesser, mit hoher Drehzahl (hier überspitzt dargestellt) und ein sehr massiver Turm, der unten wesentlich ausladender ist als oben. 👉 Rechts dagegen der neuste Stand der Technik: eine ENERCON E175 mit fast 90m langen Rotorblättern, langsamer, fast schon gemütlicher Rotordrehzahl mit einem bis ins letzte Detail optimierten, schlanken Turm. ❓ Warum drehen sich die modernen Anlagen eigentlich so viel langsamer und dennoch effizienter? Der Grund liegt in der Physik: ▪ Nabenhöhe und Rotordurchmesser: Der Energieertrag steigt quadratisch mit der Länge der Rotorblätter und jeder Meter Höhenzuwachs sorgt für stärkeren und konstanteren Wind. ▪ Blattspitzengeschwindigkeit: Würde sich ein 175-Meter-Rotor zu schnell drehen, würden die Blattspitzen die Schallmauer durchbrechen. Zur Reduzierung des Materialstresses und des Lärms wird die Drehzahl bewusst niedrig gehalten. Dennoch erreichen die Blattspitzen mühelos Geschwindigkeiten von über 250km/h! Zum Schluss noch eine kleine Aufgabe: 1️⃣ Welcher Unterschied zwischen diesen beiden Generationen wird hier nicht maßstabsgetreu dargestellt? 2️⃣ Und welche Abweichung von der Realität ist euch noch aufgefallen? Schreibt eure Vermutungen in die Kommentare! 👇
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