Post by Julia Hofstetter

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«Ich habe mit 56 Jahren meine Traumstelle gefunden», sagt Cécile Rose Federer. Davor war sie Kauffrau, Hausfrau, Politikerin, Stiftungsrätin vom Frauenhaus, im Quartierverein und Co-Präsidentin beim WWF St. Gallen. «Viel Freiwilligenarbeit», sagt sie. «Und diese Freiwilligenarbeit war der Schlüssel zu dieser Stelle.» Zwölf Jahre lang war sie Kantonsrätin, die erste grüne Frau in einer ständigen Kommission. Und zur Politik kam sie, weil sie 1986 angefragt wurde, ob sie auf die erste grüne Nationalratsliste St. Gallens möchte. Sie las durch worum es ging: keine Waffenexporte, Gleichberechtigung, alle AKWs dicht machen, Naturschutz. «Ich konnte überall ein geistiges Häkchen setzen», sagt sie, «und das stimmt für mich bis heute.» Mit vierundvierzig Jahren studierte sie dann Soziokulturelle Animation. «Das war damals ein neuer Studiengang und kein Mensch wusste, was das ist. Das gab mir viel Gestaltungsraum.» Und dann also startete Cécile mit 56 im Leitungsteam der Dargebotenen Hand. «Es ist Blödsinn zu glauben es braucht eine einzelne Person, die ein Team leitet. Wir waren zu viert. Wichtiges haben wir gemeinsam uuskäset.» Und jemand sagte ihr: „Euer Telefon hat mich vor dem Suizid bewahrt. Ich konnte eine Stunde lang ins Telefon weinen und niemand hat mich gestoppt.» #fuefzgi_undmeh

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