Post by Joel Berrío Sastre
Kulturmanager & Strategist | Fusing Art, AI/Robotics & Body Movement | Creator of CosmoBioFidología & Qel | Industrial Designer
Schlafmangel lässt sich durch neue Studien objektiv im Speichel nachweisen. Genau: Eine aktuelle Studie der Universität Zürich (UZH) aus dem Jahr 2026 zeigt, dass sich akuter Schlafmangel erstmals objektiv und präzise durch Biomarker im Speichel nachweisen lässt. Bislang gab es in der Rechtsmedizin oder bei Verkehrskontrollen kein biochemisches Verfahren, um Übermüdung direkt in Körperflüssigkeiten zu messen – im Gegensatz zu Alkohol oder Drogen. Die neuen Forschungsergebnisse schließen diese Lücke. Details zur Studie und Methode • Der „Schlaf-Fingerabdruck“: Das Team um Thomas Krämer und Michael Scholz analysierte zehntausende Moleküle im Speichel mittels hochauflösender Massenspektrometrie. Akuter Schlafmangel verändert rund 10 Prozent aller Biomoleküle in der Mundflüssigkeit. • Die 10 entscheidenden Marker: Mithilfe von maschinellem Lernen filterten die Forschenden zehn spezifische Biomarker heraus, die ein eindeutiges molekulares Muster für Übermüdung bilden. Unter anderem wurde nachgewiesen, dass nach 24 Stunden ohne Schlaf der Gehalt an Vitamin B5 im Speichel deutlich sinkt. • 94 Prozent Genauigkeit: Das auf diesen Biomarkern basierende Vorhersagemodell konnte in den Labortests Speichelproben von übermüdeten Personen mit einer Trefferquote von 94 Prozent von denen ausgeschlafener Personen unterscheiden. Praxisrelevanz und Ausblick Die in der Fachzeitschrift Journal of Proteome Research veröffentlichte Studie gilt als Meilenstein für die Forensik. Ziel ist die Entwicklung eines Vor-Ort-Schnelltests. Ein solcher Test könnte zukünftig von der Polizei bei der Aufklärung von Verkehrsunfällen durch Sekundenschlaf oder in sicherheitskritischen Berufen (z. B. in der Schichtarbeit oder Luftfahrt) eingesetzt werden. Aktuell wird das Verfahren in einer großen internationalen Feldstudie mit über 1.000 Proben weiter validiert, um den Einfluss von Faktoren wie Alkohol, Medikamenten oder Geschlecht genauer zu prüfen. Details des Studienaufbaus der [Universität Zürich](https://lnkd.in/eJbtfhYd). Diese Aussagen dienen lediglich Informationszwecken. Für medizinische Beratung oder eine Diagnose sollten Sie sich an einen Experten wenden.