Post by John Bieri

„Das Leben ist wie eine Pusteblume: Wenn die Zeit gekommen ist, fliegt jeder fĂŒr sich allein.“

đŸ„ Neues GebĂ€ude. Neue Eröffnung. Neue Hochglanzfotos. Die Insel Gruppe eröffnet das vollstĂ€ndig sanierte Marie-Colinet-Haus und spricht von Innovation, QualitĂ€t und einer Investition in die Zukunft. Schön. Doch bei all den feierlichen Reden stelle ich mir eine andere Frage: Wer investiert eigentlich in die Menschen? In den letzten Jahren mussten Mitarbeitende Stellenverluste, Umstrukturierungen, Arbeitsverdichtung und grossen Druck erleben. Viele haben das Spital verlassen, andere kĂ€mpfen tĂ€glich mit den Folgen eines Gesundheitswesens, das immer stĂ€rker auf Zahlen und Effizienz ausgerichtet wird. Ein modernes GebĂ€ude allein pflegt keine Patientinnen und Patienten. Keine Wand fĂŒhrt ein tröstendes GesprĂ€ch. Kein Operationssaal hĂ€lt nachts die Hand eines verĂ€ngstigten Menschen. Kein Neubau ersetzt Erfahrung, Menschlichkeit und engagierte Mitarbeitende. NatĂŒrlich braucht es moderne Infrastruktur. Aber ein Spital lebt nicht von Beton, Glas und schönen BroschĂŒren. Ein Spital lebt von den Menschen, die jeden Tag dort arbeiten. Vielleicht wĂ€re es an der Zeit, genauso stolz ĂŒber Investitionen in Mitarbeitende zu sprechen, wie ĂŒber Investitionen in GebĂ€ude. Denn am Ende erinnern sich Patientinnen und Patienten selten an die Farbe der WĂ€nde. Sie erinnern sich an die Menschen, die fĂŒr sie da waren. #Inselspital #InselGruppe #Gesundheitswesen #Pflege #Mitarbeitende #Spital #Bern #Gesundheitspolitik #WertschĂ€tzung #Schweiz