Post by Johanna Hansen

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In meinem Düsseldorfer Kiez prallen Jahrhunderte aufeinander. Hinter der Straße, in der ich wohne, verläuft die Grenze zur Architektur der Gegenwart. Das gläserne Stadttor überragt das gesamte Viertel. Ich mag diese Kontraste. Sie äußern sich nicht nur im Stadtbild. Gestern sah ich diesen Mann, lesend, mit viel Platz um sich herum. Es wirkte, als habe er mit dem Buch eine Grenze gezogen zu denen, die rechts und links in Cafés lebhaft diskutierten. Manche hantierten auch mit Smartphones. Der Mann trug Lederschuhe, keine Sneaker. Ich war versucht, ihn anzusprechen, weil er eine solche Ausnahmeerscheinung war. Ließ es, um ihn nicht zu stören. Ging nach Hause und zog Tomas Tranströmers Gedichte aus dem Regal.

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