Post by Jenaer Kunstverein
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Neues zum Thema „Ein Kunsthaus für Jena“: Im April 2021 hatte die Stadtverwaltung eine Lenkungsgruppe eingesetzt, die Szenarien zur Realisierung eines Kunsthauses erarbeiten und evaluieren sollte. Insbesondere ging es dabei um die Suche nach geeigneten Standorten. Bekanntlich hatte sich vor allem der Verein Ein Kunsthaus für Jena e.V. für einen Neubau auf dem Baufeld B des Eichplatzes stark gemacht. Dieser wie auch der Jenaer Kunstverein, der sich in den vergangenen Jahren auch wiederholt für ein Kunsthaus im Zentrum der Stadt ausgesprochen hat, gehörten als beratende, nicht stimmberechtigte Mitglieder der 13-köpfigen Lenkungsgruppe an. Im Januar wurde eine Beschlussvorlage erarbeitet, die der Oberbürgermeister dem Stadtrat in der kommenden Sitzung am 23. Februar vorlegen wird. Entsprechend der Mehrheit der Lenkungsgruppe empfiehlt diese die beiden Standorte (1.) „Generatorenhalle/Areal Straßenbahndepot“ sowie (2.) das Gelände der „Imaginata“. Der Eichplatz als Standort ist damit vom Tisch. Der Jenaer Kunstverein begrüßt ausdrücklich, dass das Kunsthaus-Projekt nun konstruktiv in den Fokus von Stadtrat und -verwaltung gerückt ist. Die Transformation und Erweiterung bestehender Baustruktur auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots ist reizvoll. Einen Standort fern jeglicher innerstädtischer Infrastruktur, wie ihn das Gelände der „Imaginata“ darstellen würde, halten wir dagegen für verfehlt. Wir favorisieren ein gesellschaftlich, ökonomisch wie ökologisch nachhaltiges Konzept, dass Kunst und Kultur als Standortfaktoren nicht an die Peripherie drängt, sondern dort, wo ihr Platz ist – in die Mitte der Gesellschaft, räumlich konkretisiert: in die Mitte der Stadt. Eine Erweiterung des kulturellen Spektrums wird belebende, wenn nicht sogar notwendige Impulse setzen für einen erfolgreichen Strukturwandel der Innenstadt. Mit dem Ausscheiden des Standortes „Eichplatz“ aus der weiteren Untersuchung wird unseres Erachtens eine Chance vertan. #kulturinjena #transformation #kunsthaus #jena Foto: Die Ausstellung „Quantengesänge“ der deutsch-französischen Künstlerin ROTRAUT 2016 im Straßenbahndepot (© Universität Jena)