Post by Jasmin (JayKays) Karatas

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Debatten-Level: Kindergarten. 🙄 Ich muss mir kurz Luft machen, weil mich dieses Verhalten auf LinkedIn einfach nur noch übelst nervt. Eine Kommentar-Odysee psychologisch betrachtet! Gestern postet meine Geschäftspartnerin Stefanie Holenweg einen genialen Gedanken: Wir haben alle genug von glatten Fassaden – wir wollen echte Menschen mit Ecken und Kanten. Eigentlich ein cooler Diskussionsstarter, oder? Tja, falsch gedacht. Der erste „Experte“ grätscht direkt rein: „Voll lachhaft! Wie kann eine Frau mit gestylten Fotos und rotem Lippenstift über Authentizität reden? 🤣“ Null Argumente zur Sache, dafür direktes Shaming aufs Äußere. Als ich mich einschalte, wird es nur noch wilder: Mir wird vorgeworfen, ich hätte „die Moral gepachtet“, und am Ende gibt der Verfasser sogar ungeniert zu: „Es geht mir ja gar nicht um ein Argument.“ Warum wählen Menschen diesen billigen Weg? Die Psychologie dahinter ist extrem entlarvend: Kognitive Dissonanz! Kognitive Dissonanz entsteht, wenn unser Selbstbild nicht mit der Realität zusammenpasst. Das Problem der Kommentatoren: Sie wollen sich selbst als rational, maskulin und überlegen wahrnehmen. Wenn nun eine erfolgreiche, gut gestylte Frau ihnen einen Spiegel vorhält und sagt: „Wir wollen keine perfekten Fassaden mehr“, gerät ihr Weltbild ins Wanken. Kurzschluss im Gehirn: Anstatt sich mit der eigenen Unsicherheit auseinanderzusetzen, sucht das Gehirn nach einem Fehler bei der anderen Person. Und daraus folgt dann „Nicht ich bin das Problem, SIE ist die Heuchlerin!“ Und dass führt dann hierzu: 1. Getroffene Hunde bellen: Sobald ein Begriff wie „Looksmaxxing“ fällt, fühlen sich bestimmte Leute in ihrem Ego gekränkt und schlagen reflexartig um sich. Reiner Selbstschutz. 2. Der intellektuelle Kurzschluss: Die verquere Logik, dass geschminkte Frauen nicht tiefgründig oder strategisch denken können. Als ob Lippenstift das Gehirn temporär deaktiviert. Oder nicht authentisch sein können, weil sie sich schminken?! 3. Subbewusste Status-Kämpfe: Eine laute, kluge und selbstbewusste Frau bedroht manche Weltbilder. Also versucht man, sie ganz schnell wieder in die harmlose Schublade „oberflächliches Modepüppchen“ zurückzustecken. Ach ja und nicht zu vergessen, die "Männerhassende Feminsitinnen Keule", die gerne auch mal Frauen, als Strohmann-Argument verwendet... Leute, ganz ehrlich: Echt jetzt!? Es wird langsam echt langweilg. Dieses „Argumentum ad hominem“ – die Person anzugreifen, weil einem für die Sache die Argumente fehlen – ist einfach nur feige und langweilig. - Mein Lippenstift verändert den Wahrheitsgehalt meiner These nicht um einen Millimeter. - Dein Anzug macht deine schlechte Argumentation nicht klüger. - Und ein stylisches Profilbild schließt Deep Talk und messerscharfen Verstand nicht aus. Wenn du eine Meinung inhaltlich nicht widerlegen kannst, dann scroll einfach weiter. Danke!

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