Post by Jakob Eckardt
Unit Manager Offshore Wind @ BDEW German Association of Energy and Water Industries
Die Optimierung des Offshore-Wind-Ausbaus kann erhebliche volkswirtschaftliche Vorteile bringen und sollte daher jetzt entschlossen angegangen werden. Zu diesem Schluss kommen wir auf Grundlage der nun final vorliegenden Studie des Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme, die im Auftrag von BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und BWO - Bundesverband Windenergie Offshore e.V. erstellt wurde. Untersucht wurden verschiedene 70-GW-Ausbauszenarien. Dabei standen insbesondere folgende Maßnahmen im Fokus: 👉 Reduktion der Leistungsdichte für den weiteren Ausbau in der deutschen AWZ auf durchschnittlich etwa 6 - 8 MW/km² (gegenüber dem heutigen Planungsstand von 10 MW/km²), um Abschattungseffekte zu minimieren und höhere Volllaststunden zu erzielen. 👉 Grenzüberschreitende radiale Anbindung dänischer und schwedischer Flächen in Nord- und Ostsee an das deutsche Stromnetz als potenzielle zukünftige Offshore-Kooperationsprojekte (zusätzlich zu hybriden Projekten). 👉 Flächenspezifische Überbauung von Offshore-Netzanbindungen in volkswirtschaftlich sinnvollem Maße für alle zukünftigen Flächen, um die Auslastung der Netzanbindungen zu erhöhen und ganze Netzanbindungssysteme einsparen zu können. Die Ergebnisse zeigen: Durch diese Optimierungsmaßnahmen können die Stromerträge um bis zu 13 % gesteigert und gleichzeitig die Stromgestehungskosten um bis zu 11 % gesenkt werden – im Vergleich zum bisherigen, rein national ausgerichteten Ausbaupfad. Die Potenziale liegen auf dem Tisch. Jetzt gilt es, die regulatorischen Voraussetzungen zu schaffen, um sie mit der kommenden WindSeeG-Novelle und der Weiterentwicklung des Flächenentwicklungsplans konsequent zu nutzen. Hier geht's zur Studie 🔗: https://lnkd.in/gGNJag8w Vielen Dank für die Erstellung der Studie Jonas Kaczenski Bernhard Stoevesandt Torge Lorenz David Baumgärtner und die gute Zusammenarbeit Roman Schliszio Artjom Goryaev Katerina Simou Dennis Faber Urs Wahl Nicole Kadagies Sebastian Busch