Post by Irrgang Fine Arts

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Vom Boden zum Schatz: Idar und Oberstein entwickelten sich zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert zu einem Zentrum der Edelstein- und Schmuckindustrie. Selbst Goldschmied, Juwelier und Zarenhoflieferant Peter Carl Fabergé (1846–1920) statte der Region auf seiner "Grand Tour" einen Besuch ab und ließ Teile seiner Preziosen von den spezialisierten Steinschneidern in Idar-Oberstein fertigen. Das Gebiet im Hunsrück bot wertvolle Bodenschätze, aus denen die Steinschneider und -schleifer in Idar mit Hilfe wassergetriebener Schleifmühlen entlang des Idarbaches zunächst Achat und andere Steine veredelten. Diese wurden dann von Goldschmieden und Fassungsherstellern in Oberstein in Schmuckstücke verwandelt. Das Achatvorkommen der Region erschöpfte sich bald und wurde aus Brasilien in großen Mengen importiert. Dies kurbelte die Gründung zahlreicher Schmuckfabriken in der Gegend seit Mitte des 19. Jahrhunderts reichlich an. Auch die Gebrüder Caspers (wohl 1866 gegründet) handelten Stein-Bijouterie in echter und unechter Fassung und boten zusätzlich Artikel des täglichen Gebrauches wie Bonbonieren, Petschaften, Brieföffner und Feuerzeuge sowie Anhänger, aber auch Bäderartikel an. Versilberte oder feuervergoldete unedle Metalle wurden hier mit echten Steinen kombiniert. Die in Teilen mit dem Firmenstempel versehenen Schmuckentwürfe der Gebrüder in Aquarell und Bleistift auf Transparentpapier zeugen von der zentralen Rolle der Steine im Baguette-, Oval- oder Cabochonschliff. Feinst gezeichnet und in diversen Fassungen vorgestellt, davon teils Favoriten angekreuzt, geben sie einen Eindruck von den zahllosen Möglichkeiten der angemessenen Inszenierung dieser leuchtenden Kostbarkeiten. Gebrüder Casper | Schmuckentwürfe | Aquarelle auf Transparentpapier | frühes 20. Jhd. Mehr dazu: https://lnkd.in/gTQYVtVz

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