Post by ISZ | Industrie- und Arbeitgeberverband Schreiben, Zeichnen, Kreatives Gestalten e.V.

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EmpCo-Richtlinie: Gute Ziele – aber Anpassungen dringend notwendig Der ISZ e. V. unterstützt die Zielsetzung der EmpCo-Richtlinie ausdrücklich: Greenwashing einzudämmen und Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr Transparenz zu bieten. 👉 In der aktuellen Ausgestaltung sehen wir jedoch erhebliche Herausforderungen für die Praxis. Aus diesem Grund hat der ISZ e. V. einen entsprechenden Brief an das Bundesministerium der Justiz sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übermittelt und auf die bestehenden Probleme hingewiesen. Unsere Branche ist geprägt von langlebigen Produkten, langen Umlaufzeiten und komplexen internationalen Lieferketten. Genau hier liegt das Problem: Ohne realistische Übergangs- und Abverkaufsregelungen besteht das Risiko, dass Produkte, die rechtmäßig in Verkehr gebracht wurden, nachträglich ihre Marktfähigkeit verlieren. Die aktuell diskutierten Lösungen – wie Umetikettierungen oder nachträgliche Hinweise am Point-of-Sale – sind in der Praxis kaum umsetzbar. ⚠️ Besonders kritisch: Neben hohen administrativen und logistischen Aufwendungen drohen umfangreiche Rücksendungen entlang der Lieferkette. Dies würde die Unternehmen unserer Branche in einer ohnehin konjunkturell angespannten Situation mit erheblichen zusätzlichen Kosten in Millionenhöhe belasten. Die finanziellen Folgen wären weitreichend: Entweder müssten die Mehrkosten an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden oder die Unternehmen wären gezwungen, an anderer Stelle Einsparungen vorzunehmen – mit möglichen Auswirkungen auf Investitionen, Innovationen und Beschäftigung. Im schlimmsten Fall könnten bereits produzierte, sichere und voll funktionsfähige Produkte nicht mehr verkauft werden. Dies würde nicht nur die Vernichtung großer Mengen bereits produzierter Verpackungen erforderlich machen, sondern unter Umständen auch die Entsorgung beziehungsweise Vernichtung ganzer Produktbestände. Die damit verbundene Verschwendung von Ressourcen steht im direkten Widerspruch zu den Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftszielen der Europäischen Union. 💡 Unsere zentrale Forderung: Eine praxistaugliche Ausgestaltung der Richtlinie. Dazu gehören: • realistische Übergangsfristen • rechtssichere Abverkaufsregelungen • keine rückwirkenden Anforderungen „Nur mit klaren, praktikablen Regeln lassen sich ökologische Ziele erreichen, ohne dabei funktionierende Marktstrukturen zu gefährden oder unnötige Belastungen für Unternehmen und Verbraucher zu schaffen.“ - Geschäftsführerin Dr. Laura Currier #EmpCo #Nachhaltigkeit #Regulierung #EUPolitik #Industrie #Greenwashing #Lieferketten #Wirtschaft

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